Die Olympiastadt Peking erlebte sieben Minuten nach dem Erdbeben in Sichuan ein Beben der Stärke 3,9. Bürohäuser in der Hauptstadt wurden evakuiert. Ein Seebeben der Stärke 5,1 wurde aus Taiwan gemeldet.
In der Metropole Chengdu in Sichuan rannten die Menschen in Panik auf die Straße, wie Augenzeugen berichteten. „Ich sah keine Gebäude, die eingestürzt waren, doch ich sah einen großen Riss in der Wand eines Hauses“, berichtete eine Frau telefonisch. In vielen Städten flüchteten die Menschen in Panik auf die Straßen.
Die Flüge in die Provinzhauptstadt wurden vorübergehend eingestellt. Auch der Bahnhof wurde zeitweise gesperrt. In dem schwer von dem Erdbeben betroffenen Kreis Wenchuan nahe Chengdu liegt auch das berühmte Panda-Zuchtgebiet Woolong.
Der nur 700 Kilometer vom Epizentrum entfernt gelegene gigantische Drei-Schluchten-Damm am Jangtse-Strom in Zentralchina ist nach offiziellen Angaben nicht vom Erdbeben betroffen gewesen. „Es gibt keine Anzeichen“, sagte ein Sprecher des Betreibers laut Xinhua. „Alles läuft normal.“
Nach dem schweren Erdbeben werden am Dienstag zahlreiche Aktien vom Handel in China ausgesetzt bleiben. Die Nachrichtenagentur Xinhua berichtete am Montag unter Berufung auf die Börsenaufsicht in Schanghai.
Bislang sei es nicht gelungen, zu 45 gelisteten Firmen Kontakt herzustellen. Der Handel mit den Aktien dieser Unternehmen werde aber erst dann wieder freigegeben, wenn sie mitgeteilt hätten, welchen Einfluss das Beben auf den Betrieb der Firmen habe.
Vom Handel ausgesetzt sind unter anderem Sinolink Securities, Sichuan Hongda, Sichuan Road & Bridge und Chongqing Three Gorges Water Conservance and Electric Power.

