Als ein persönlicher Freund gratulierte auch Altkanzler Helmut Kohl (CDU) dem Jubilar. Lehmann sei seit vielen Jahren ein weithin anerkannter Theologe, sagte Kohl. Dennoch sei er „der Pastor geblieben, der Geistliche in der Gemeinde“. Obwohl Nachfolger der Fürstbischöfe von Mainz, sei der 70-Jährige nie abgehoben: „Das ist eine großartige Sache.“
Der EKD-Ratsvorsitzende Wolfgang Huber würdigte den Einsatz des Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz für die Ökumene. „Den Dialog der Kirchen haben Sie aus theologischer Substanz heraus geprägt“, sagte Huber bei dem Festakt in der Rheingoldhalle. Der Mainzer Kardinal sei ein engagierter Verkünder des Evangeliums. Sein weiter theologischer Horizont und seine Fähigkeit zur Wahrnehmung einer vielschichtigen Realität machten den Vorsitzenden der katholischen Bischofskonferenz „zu einem idealen Partner auf der gemeinsamen ökumenischen Wanderschaft“.
An der Messe sowie am anschließenden Festakt nahmen als Vertreter der Bundesregierung neben Merkel (CDU) auch Vizekanzler Franz Müntefering (SPD), Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) und Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU). Ebenfalls unter den Festgästen waren der neue SPD-Chef Kurt Beck, Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) und der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier. Bis zum Ende der Woche werden weitere Feierlichkeiten im Bistum Mainz stattfinden. Lehmann leitet die deutsche Bischofskonferenz bereits seit 19 Jahren, länger als jeder seiner Vorgänger.


