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24.07.2008 
Mexiko

Mindestens zwei Tote durch Hurrikan „Dolly“

Durch Hurrikan „Dolly“ hat in Mexiko bislang mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Ein Mann starb infolge eines Stromschlags, den ein abgerissenes Kabel ausgelöst hatte, teilte die Behörden des nordmexikanischen Staates Tamaulipas am Donnerstag mit. Ein vermisster Fischer wurde inzwischen tot aufgefunden.

Bevor der Wirbelsturm "Dolly" Mexiko erreichte, zog er eine Spur der Verwüstung durch den US-Bundesstaat Texas, wie hier auf South Padre Island. Foto: dpaLupe

Bevor der Wirbelsturm "Dolly" Mexiko erreichte, zog er eine Spur der Verwüstung durch den US-Bundesstaat Texas, wie hier auf South Padre Island. Foto: dpa

HB MEXIKO-STADT. An der Küste des Bundesstaates Yucatán wurde nach Zeitungsberichten die Leiche eines Fischers gefunden. Er war gemeinsam mit drei weiteren Männern am vergangenen Sonntag vor der Küste unweit des Badeortes Cancún als vermisst gemeldet worden, als der Wirbelsturm vorbeizog. Die drei Begleiter gelten als verschollen und sind möglicherweise auch umgekommen. Mit orkanartigen Stürmen und heftigem Dauerregen richtete der Hurrikan in der Nacht zum Donnerstag erhebliche Schäden im Grenzgebiet zwischen dem US-Bundesstaat Texas und Mexiko an.

In Texas wurde mindestens ein Mensch verletzt. Windgeschwindigkeiten von 160 Stundenkilometern drückten US- Medienberichten zufolge an der texanischen Küste zahlreiche Fensterscheiben ein. Der Tropensturm riss Ampeln aus ihren Verankerungen, deckte Dächer ab und knickte Palmen um. Straßen wurden überflutet. Die texanischen Behörden erklärten 14 Landkreise zu Katastrophengebieten, wie der US-Sender CNN meldete.

In Tamaulipas wurden 36 000 Menschen, vor allem Fischer und Touristen, von den vorgelagerten Inseln und Landzungen, vorsorglich in Sicherheit gebracht. Der Sturm kappte die Stromversorgung von 120 000 Menschen. „Dolly“ entwurzelte Bäume und riss Leitungen nieder. Die bereits vor der Ankunft des Wirbelsturms abgestellten Bautrupps seien unermüdlich im Einsatz, um die Schäden zu beheben und die Überschwemmungen zu bekämpfen, hieß es.

In den USA waren mehr als 2 800 Menschen vor dem nahenden Sturm geflohen. Mehr als 50 000 Menschen waren im Süden von Texas zunächst ohne Elektrizität. Auf seinem Zug ins Landesinnere von Texas ließ es der immer schwächere Sturm Medienberichten zufolge am Donnerstag heftig regnen. Meteorologen rechneten in den nächsten Tagen mit Überschwemmungen rund um den Rio Grande. Die Dämme hielten aber zunächst, hieß es.

„Dolly“ war als Hurrikan der Kategorie zwei auf der fünfteiligen Skala am Mittwoch auf die Küste von Südtexas getroffen. Kurz nachdem der Sturm Land erreichte, verlor er allerdings deutlich an Kraft und wurde zu einem Hurrikan der Kategorie 1 herabgestuft.

Die atlantische Hurrikansaison dauert offiziell vom 1. Juni bis zum 30. November. Der erste Sturm des Jahres 2008 mit dem Namen „Arthur“ war bereits am 31. Mai auf die mittelamerikanische Küste getroffen. Bei Überflutungen starben dort mehrere Menschen.

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