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29.06.2008 
Mehr als 1 000 Brände

Notstand in Kalifornien

Wegen der anhaltenden Wald- und Buschbrände in Kalifornien hat Präsident George W. Bush am Samstag den Notstand für den US-Staat ausgerufen. Gouverneur Arnold Schwarzenegger bat um diesen Schritt, damit finanzielle Hilfe schnell und unbürokratisch zur Verfügung gestellt werden kann. Rauch und Asche sind im Norden Kaliforniens auch zu einer Gefahr für die Gesundheit der Menschen geworden.

HB SACRAMENTO. Die Feuerwehr muss inzwischen mehr als 1 000 Brände bekämpfen: etwa 17 000 Feuerwehrleute aus 41 US-Staaten, 1 500 Löschfahrzeuge und Planierraupen sowie mehr als 80 Hubschrauber und Flugzeuge waren im Einsatz. Die Männer arbeiten bis zur Erschöpfung, um den Flammen Einhalt zu gebieten.

Bislang wurden den Behörden zufolge etwa 1 040 Quadratkilometer Land zerstört. Das entspricht etwa vier Mal der Fläche der Stadt Frankfurt am Main. Etliche Sportveranstaltungen wurden abgesagt, Freibäder wurden geschlossen.

Die Behörden fürchteten, dass sich die Lage weiter zuspitzen könnte, weil Meteorologen neue Gewitter angekündigt haben. Die meisten Brände wurden am vergangenen Wochenende von Blitzeinschlägen verursacht. In Big Sur waren mehr als 500 Gebäude von den Flammen bedroht. Ein Highway musste auf einer Strecke von rund 20 Kilometern gesperrt werden. Südlich der Stadt verbrannte eine Fläche von fast 240 Quadratkilometern, mehrere Häuser wurden zerstört.

Wegen starker Rauchentwicklung wurden die Menschen in der Bucht von San Francisco und im Central Valley aufgefordert, in ihren Häusern zu bleiben. Die zulässigen Luftreinheitswerte wurden teilweise um das Zwei- bis Zehnfache überschritten. Sorge bereitete den Behörden vor allem der gefährliche Feinstaub, der bei den Bränden entsteht. Dieser kann in die Lunge und in den Blutkreislauf gelangen.

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