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04.07.2008 
Hannover

Radioaktive Altlasten in Wohngebiet entdeckt

Im Hannoverschen Stadtteil List ist auf einer Fläche von rund zehn Quadratmetern eine radioaktive Belastung des Bodens festgestellt worden.

Die Strahlenbelastung stamme vermutlich aus der Zeit, als das Gebiet Werksgelände einer Chemiefabrik war. Foto: dpa.Lupe

Die Strahlenbelastung stamme vermutlich aus der Zeit, als das Gebiet Werksgelände einer Chemiefabrik war. Foto: dpa.

HB HANNOVER. Wie die Region Hannover am Freitag mitteilte, sei am De-Haen-Platz sowie am Wittekamp eine erhöhte Strahlenbelastung gemessen worden.

Eine Sprecherin der Region Hannover sagte, für die Bevölkerung bestehe keine Gefahr, die Fläche sei nur vorsorglich und für weitere Untersuchungen abgesperrt worden. „Man müsste sich schon ein Jahr lang ununterbrochen an dem Platz aufhalten, um sich einer gesundheitlichen Gefahr auszusetzen“, betonte die Sprecherin.

Die Region Hannover kündigte an, weitere Bodenproben zu nehmen. Nach Angaben der Region stammt die Strahlenbelastung vermutlich aus der Zeit, als das Gebiet zwischen dem Wittekamp, der Bunsen-, Wald- und Liebigstraße noch Werksgelände der Chemiefabrik Riedel-de-Haen war. Dort wurden bis 1902 „zahlreiche chemische Stoffe verarbeitet und hergestellt“, teilte die Behörde mit.

Die Region Hannover hatte die Untersuchung des Areals angeordnet, nachdem am jetzigen Standort des Nachfolgeunternehmens Honeywell in Seelze radioaktive Belastung festgestellt wurde. Diese sei „auf die Verarbeitung von Uran- und Thoriumerzen“ für die Glühstrumpfproduktion zurückzuführen.

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