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07.09.2008 
Straßenfest eskaliert

Randale im Hamburger Schanzenviertel

Im Hamburger Schanzenviertel ist in der Nacht zum Sonntag zu heftigen Ausschreitungen mit zum Teil chaotischen Zuständen gekommen.

HB HAMBURG. Sogenannte Autonome und gewaltbereite Jugendliche haben in der Nacht zum Sonntag bei einem Straßenfest in Hamburg randaliert. Zunächst hatten die Besucher des Straßenfestes friedlich gefeiert, laut Polizei kamen in der Spitze bis zu 8000 Menschen. Ab 21 Uhr Abend hätten Unbekannte dann damit begonnen, Schaufenster zu beschädigen, Brände zu legen, Barrikaden zu errichten und Fahrzeuge, Müllcontainer und Telefonzellen anzuzünden. 18 Menschen wurden verletzt, davon elf Polizisten. Bis zum frühen Sonntagmorgen nahm die Polizei 39 Unruhestifter vorläufig fest, 19 Menschen wurden in Gewahrsam genommen, teilten die Beamten mit.

Insgesamt musste die Feuerwehr 13 Kleinbrände löschen. Unter anderem brannte ein Fahrzeug, eine Telefonzelle und ein Toilettenhäuschen. Zudem seien Polizisten, Passanten und vorbeifahrende Autos mit Steinen und Flaschen beworfen worden. Ab Mitternacht seien Polizisten von Randalierern massiv mit Gegenständen beworfen worden. Auch gegen Passanten und vorbeifahrende Fahrzeuge seien Wurfgeschosse geflogen.

Nach Angaben eines Augenzeugens löste die Polizei das Straßenfest auf und räumte Teile des Stadtteils. 950 Polizisten waren im Einsatz. Die Beamten setzte Schlagstöcke ein und rückte mit Wasserwerfen an, um nach eigenen Angaben die Feuer zu löschen. Ein Augenzeuge berichtete, die Wasserwerfer seien auch gegen Menschen eingesetzt worden. In den frühen Morgenstunden habe sich die Lage dann beruhigt.

Im Schanzenviertel, in dem auch der Szenetreff "Rote Flora" liegt, kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Linken und der Polizei. Bereits im vergangen Jahr waren sieben Angehörige der Linken Szene und acht Beamte leicht verletzt worden. Die Polizei hatte 38 Randalierer vorläufig festgenommen.

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