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18.11.2006 
Staatsanwaltschaft ermittelt

Rottweiler biss Baby tot

Ein Rottweiler hat in Cuxhaven ein Baby totgebissen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung.

HB CUXHAVEN. Das Tier gehörte einem Familienmitglied, wie die Polizei mitteilte. Die Tragödie ereignete sich am Freitag in der Samtgemeinde Land Hadeln bei Cuxhaven. Nähere Informationen wollte die Polizei nicht geben. Der Rottweiler wurde nach der tödlichen Attacke eingeschläfert, wie Amtstierarzt Dietrich Voß vom Veterinäramt des Landkreises Cuxhaven berichtete. Das Tier sei bisher nicht auffällig gewesen, und die Halter seien selbst über die plötzlich ausgebrochene Aggressivität erschrocken.

Die Staatsanwaltschaft Stade leitete gegen den Hundehalter ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung ein. Sie kündigte weitere Informationen für Montag an. Der zweite Vorsitzende des Allgemeinen Deutschen Rottweiler-Klubs, Dieter Hoffmann, bedauerte den Vorfall. „Jeder Unfall ist einer zuviel“, sagte er der Nachrichtenagentur AP. Grundsätzlich seien Rottweiler „sehr, sehr umgänglich“. Aggressivität sei eine Folge von Fehlverhalten des Menschen. „Der Hund ist nicht aggressiv, er wird aggressiv gemacht“, erklärte Hoffmann.

Nach dem tödlichen Angriff von zwei Kampfhunden (Pitbull- und Staffordshire-Terrier) auf den sechsjährigen Volkan am 26. Juni 2000 in Hamburg waren die gesetzlichen Vorschriften für gefährliche Hunderassen in Deutschland verschärft worden. Trotzdem fallen Menschen immer wieder tödlichen Hunde-Attacken zum Opfer. So wurde im August 2001 ein elfjähriges Mädchen in Lutzhorn im schleswig-holsteinischen Kreis Pinneberg vom Schäferhund ihres Vaters tot gebissen. Im September 2004 wurde eine 36-jährige Frau aus Bremen von ihrer Pitbull-Hündin getötet.

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