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09.01.2009 
Piraten halten noch weitere Schiffe fest

Saudischer Supertanker gegen Lösegeld freigelassen

Die Piraten in Somalia haben offenbar den saudischen Supertanker "Sirius Star" gegen ein Lösegeld von drei Millionen Dollar freigelassen.

Hat wieder freie Fahrt: Der saudische Supertanker Sirius Star. Foto: APLupe

Hat wieder freie Fahrt: Der saudische Supertanker Sirius Star. Foto: AP

rtr MOGADISCHU. Ein Mitglied der Entführergruppe, Farah Osman, sagte der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag, die Summe sei trotz ursprünglich höherer Forderungen akzeptiert worden. "Die Piraten streiten sich nun über die Aufteilung des Geldes."

Die Kaperung des mit Öl im Wert von 100 Millionen Dollar beladenen Supertankers war der größte Piratenakt in der Geschichte der Seefahrt. Ursprünglich hatten die Piraten 25 Millionen Dollar für das Schiff und seine 25 Besatzungsmitglieder verlangt, das sie am 25. November etwa 450 Seemeilen südöstlich von Kenia überfallen hatten.

Eine internationale Seefahrervereinigung bestätigte die Freilassung des Schiffes. "Die letzten bewaffneten Männer haben die "Sirius Star' verlassen", sagte Andrew Mwangura, Direktor des East African Seafarers Assistance Programme, einer unabhängigen Organisation, die die Aktivitäten von Piraten im Indischen Ozean beobachtet. Die "Sirius Star" befinde sich nun auf dem Weg gen Süden in sichere Gewässer. Entweder werde sie vor der kenianischen Hafenstadt Mombasa vor Anker gehen, um dort frischen Proviant aufzunehmen, oder nach Südafrika weiter fahren. Die US-Marine, die sich mit einem Kriegsschiff in der Nähe aufhielt, und die Reederei Saudi Aramco wollten sich zunächst nicht zu der Freilassung äußern.

Die Piraten halten derzeit noch etwa ein Dutzend Schiffe fest und haben in diesem Jahr bereits mehrere Millionen Dollar erpresst. Spanien kündigte daher am Freitag an, sich an dem internationalen Einsatz zur Bekämpfung der Piraterie am Horn von Afrika mit 395 Marine-Soldaten und einem Überwachungsflugzeug zu beteiligen. Deutschland beteiligt sich mit der Fregatte "Karlsruhe" am EU-Einsatz "Atalanta".

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