0 Bewertungen
02.12.2007 
Schottland

Streit um Milliarden-Golfplatz von Donald Trump

In Schottland tobt ein Streit um einen geplanten Luxus-Golfplatz des US-Milliardärs Donald Trump. Nachdem Gemeinderäte in Aberdeenshire das Projekt abgelehnt hatten, wird nun eine Notfallsitzung einberufen. Immerhin geht es um eine Investition im Wert von eine Milliarde Pfund (rund 1,4 Milliarden Euro).

HB LONDON. Möglicherweise könne die Entscheidung rückgängig gemacht werden, berichtete die Zeitung „Daily Telegraph“ am Samstag. Geschäftsleute, Politiker und Anwohner hätten sich beschwert und auf die Bedeutung des Promi-Golfplatzes für den Tourismus an der Nordostküste Schottlands verwiesen.

„Die Reaktion der Öffentlichkeit war ziemlich überwältigend, und wir müssen auf das hören, was unsere Wähler meinen“, sagte die vorsitzende Gemeinderätin Anne Robertson. „Dieses Projekt ist enorm wichtig für unsere Wirtschaft und ich werde alles dafür tun, damit der Antrag nicht im Sande verläuft.“

Der New Yorker Immobilien-Mogul Trump, dessen Mutter Schottin war, plant an der Küste nördlich von Aberdeen zwei Golfplätze, ein Fünf- Sterne-Hotel und hunderte Appartements. Es sollte nach seinen Angaben der „beste Golfplatz der Welt“ werden. Der zuständige Ausschuss lehnte den Plan allerdings am Donnerstag in einer knappen Abstimmung ab. Zuvor hatten sich bereits Umweltschützer gegen das Projekt an den Dünen gewehrt. Ein Vertreter Trumps drohte, den Luxusplatz an anderer Stelle zu bauen. Der Projektmanager sagte, es sei eine „verpasste Chance“ für die Region.

Die Emotionen kochten jedoch hoch: Eine der Gegnerinnen des Projekts wurde vor ihrem Haus angegriffen – die Polizei ermittelt derzeit wegen Ruhestörung. Der Vorsitzende des Ausschusses, Martin Ford, erhielt nach eigenen Angaben „unerfreuliche“ Emails und wurde mit Anrufen belästigt, nachdem er gegen den Luxusplatz gestimmt hatte.

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne

Beiträge zum Thema

Anzeige

Weitere Beiträge aus dem Ressort

Anzeige

weiterHandelsblatt Specials

zurück
  • Chronik 2008: Das Jahr der Turbulenze...

    Chronik 2008: Das Jahr der Turbulenzen

    Bankenpleiten, Börsentalfahrt, Rezession: Kaum ein Jahr hat die Welt der Wirtschaft so durcheinander gewirbelt wie 2008. Im kommenden Jahr müssen sich Manager und Politiker neu beweisen. Handelsblatt.com blickt in den Tagen bis zum Jahreswechsel zurück auf eine Zeit vo...Special 

  • Türkei – ein Land zwischen Aufbruch u...

    Türkei – ein Land zwischen Aufbruch und Rückschritt

    Die Türkei sprüht vor Dynamik. Neben Istanbul bilden sich auch in Anatolien neue Wirtschaftszentren. Im Land entsteht ein Mittelstand. Das bietet auch Chancen für deutsche Unternehmer und Investoren. Zugleich gestaltet sich der Weg nach Europa schwierig: Die Türkei ste...Special 

  • Agenda IT-Fitness

    Agenda IT-Fitness

    Ob Waldarbeiter, Bäcker oder Arzt – ohne IT läuft im Beruf kaum noch etwas. Doch die Informationstechnologie wandelt sich permanent, und Unternehmen wie Arbeitnehmer müssen sich auf diesen Wandel einstellen. Wie das gehen kann, zeigt die Agenda „IT-Fitness“.Special 

vor

 

 

Bildergalerien

zurück
  • Wo sich das Sponsorenkarussell dreht

    Wo sich das Sponsorenkarussell dreht

    Zum Saisonende laufen in der Fußball-Bundesliga zahlreiche Verträge von Vereinen mit ihren Hauptsponsoren oder Ausrüstern aus, weitere kommen 2010 hinzu. Insgesamt geht es um Vermarktungsgelder von rund 90 Millionen Euro – und das mitten in der Wirtschaftskrise. Das Ma...Bildergalerie 

  • Rechte und Pflichten bei Eis und Schn...

    Rechte und Pflichten bei Eis und Schnee

    Starke Schneefälle, Glatteis und Dauerfrost haben in den vergangenen Tagen vielen den Weg zur Arbeit erschwert, wenn nicht gar unmöglich gemacht.Handelsblatt.com erklärt, was Sie beachten sollten.Bildergalerie 

  • Neue Regeln für die Einreise in die U...

    Neue Regeln für die Einreise in die USA

    Ab dem 12. Januar müssen USA-Reisende ohne Visum vorab online einen Antrag beim US-Heimatschutzministerium stellen. Nur mit Genehmigung, die per E-Mail erteilt wird, darf der Geschäftsreisende oder Tourist dann ins Flugzeug steigen. Die letzte Entscheidung trifft aber ...Bildergalerie 

vor