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27.07.2008 
Unwetter auch für die kommende Woche erwartet

Teile Dortmunds nur per Boot erreichbar

Heftige Gewitter haben am Samstag in Teilen West- und Süddeutschlands für Überschwemmungen, vollgelaufene Keller und unterspülte Straßen gesorgt. Großeinsätze für die Feuerwehren gab es vor allem in Nordrhein-Westfalen.

Ein Auto schwimmt in einer überfluteten Straße in Dortmund: Ein heftiges Gewitter hatte für Überschwemmungen, vollgelaufene Keller und unterspülte Straßen gesorgt. Foto: dpaLupe

Ein Auto schwimmt in einer überfluteten Straße in Dortmund: Ein heftiges Gewitter hatte für Überschwemmungen, vollgelaufene Keller und unterspülte Straßen gesorgt. Foto: dpa

HB HAMBURG. In der Region Dortmund standen ganze Wohnsiedlungen unter Wasser und konnten noch am Sonntag nur mit Schlauchboten erreicht werden, berichtete die Feuerwehr. Im niederrheinischen Kerpen wurde ein 37-Jähriger schwer verletzt, als ein Blitz in die Spitze seines Regenschirms einschlug.

Auch in Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg ließen sintflutartige Regenfälle Keller volllaufen und unterspülten Straßen. Entwarnung gab es noch nicht: Am Sonntagnachmittag sprach der Wetterdienst Meteomedia eine Unwetterwarnung für Teile Niedersachsens, Hessens, Nordrhein-Westfalens, Baden-Württembergs und von Rheinland-Pfalz aus. Auch der Montag bringt von der Eifel bis zum Schwarzwald und dem Alpenrand voraussichtlich kräftige Schauer und Gewitter.

„Anfangs war die Lage schon mit der beim Orkan Kyrill vergleichbar“, sagte der Dortmunder Feuerwehrsprecher Rainer Suttrop. Insgesamt 4600 Notrufe gingen bei der Feuerwehr ein. Die Emscher, ein kanalisierter schmaler Fluss, wurde zum reißenden Gewässer und überspülte Brücken. Mit zahlreichen Sandsäcken und Pumpen sicherten die Feuerwehrleute mehrere Gebäude der Universität und des Max- Planck-Instituts. Dort drohte Wasser in Computerräume einzudringen und Millionenschäden anzurichten.

An der Messstation in Dortmund registrierte der Wetterdienst meteomedia innerhalb von wenigen Stunden 203 Liter Regen pro Quadratmeter - doppelt so viel wie durchschnittlich im ganzen Monat Juli fällt. Nach schweren Regen- und Hagelschauern stand der Rasen im Dortmunder Stadion zu sehr unter Wasser und war nicht zu bespielen. Deswegen musste das Freundschaftsspiel zwischen Borussia und Juventus Turin um einen Tag auf Sonntag verschoben werden. Riesige Hagelkörner beschädigten Autos. Tiefgaragen liefen voll Wasser, zahlreiche Autos waren am Sonntagmorgen komplett mit Schlamm bedeckt.

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