In der nahegelegenen Stadt Mianzhu wurden laut Xinhua in sieben eingestürzten Schulen rund 1 700 Menschen verschüttet. 1 300 Leichen wurden bislang geborgen. Unter den Trümmern einer anderen Schule in der Stadt Hanwang wurden 700 Kinder vermutet. In Beichuan konnten 360 aus den Ruinen ihrer Schule befreit werden, 700 galten aber noch als verschüttet.
Die Regierung befürchtet, dass die Zahl der Toten bei dem Beben in Sichuan auf mehr als 50 000 steigen könnte. Bislang seien dort mehr als 19 500 Tote bestätigt, erklärten die Behörden. Fast 70 000 Verletzte wurden in Krankenhäusern behandelt. Knapp vier Tage nach dem Beben haben Soldaten und Polizisten nach Berichten staatlicher Medien inzwischen alle 58 betroffenen Bezirke in dem Katastrophengebiet erreicht.
Bildergalerie: Soldaten als Lebensretter
Obwohl den Bergungsmannschaften in China die Zeit davonläuft, mussten 18 internationale Rettungsexperten einem Zeitungsbericht zufolge in Hongkong weiter auf Einreisevisa warten. Das berichtete die Zeitung „South China Morning Post“ am Freitag. Dem Team gehören zehn Briten und acht Kanadier an. „Es ist frustrierend“, erklärte der Brite Willie McMartin. „Wir können aber nichts dagegen tun.“
Andererseits akzeptierte China weitere ausländische Helfer. Bergungsexperten aus Südkorea, Russland und Singapur wurden erwartet, wann sie in China eintreffen können, war aber noch unklar. Eine Gruppe japanischer Katastrophenschutzexperten war schon Sichuan, Bergungsmannschaften aus Japan hatte China aber abgelehnt.


