Pioniereinheiten der US-Armee gelang es in New Orleans unterdessen, einen auf knapp 100 Meter gebrochenen Damm am Kanal an der 17. Straße direkt am Lake Pontchartrain zu reparieren. Der Sturm hatte die Dämme, die New Orleans vor der Überflutung durch den See und den Fluss Mississippi schützen, an zwei Stellen bersten lassen. Zum Zustand der zweiten Bruchstelle liegen noch keine Informationen vor.
Die Armee erklärte, sie schätze, dass es rund drei Monate dauern wird, bis das Wasser aus dem gesamten Stadtgebiet abgepumpt sein wird. Man habe 24 Pumpen in den östlichen Gebieten der Stadt im Einsatz. "Es gibt Bezirke, in denen sich das Wasser zurückzieht. Wir werden noch sehr viel zu tun haben", sagte ein Vertreter der US-Armee. Ingenieure stehen vor der Herausforderung, die größeren Pumpen mit zu reparieren. Sie wurden durch "Katrina" beschädigt.
Eine Woche nach dem Hurrikan, der nach Angaben von US-Präsident George W. Bush ein Gebiet so groß wie Großbritannien verwüstete, stehen die Behörden vor einer humanitären Katastrophe. Rund eine Million Einwohner in drei Bundesstaaten verloren ihr Zuhause. Die Gesamtschäden werden auf 100 Milliarden Dollar (80 Milliarden Euro) geschätzt. Etwa 345 000 Menschen wurden bis Sonntag in Notunterkünften untergebracht, davon 50 000 in Louisiana.


