0 Bewertungen
25.08.2007 
160 000 Tiere betroffen

Vogelgrippe-Verdacht in Bayern bestätigt

In der nähe von Erlangen hat sich der Verdacht auf den Ausbruch der Vogelgrippe in einem Geflügelhof bestätigt. Noch am Samstag Abend soll mit der Tötung von 160 000 Tieren begonnen werden.

HB ERLANGEN. Auf einem Geflügelhof in der Nähe von Erlangen ist der gefährliche Vogelgrippevirus H5N1 nachgewiesen worden. Nun müssen alle 160 000 Tiere auf dem Hof getötet werden, wie das bayerische Landwirtschaftsministerium am Samstag mitteilte. Mit der Keulung sollte noch am Abend begonnen werden. Die Infektionsquelle ist noch nicht geklärt. Der Verdachtsfall war am Freitag bei fünf Enten aufgetreten, dann waren mehr als 400 Tiere in einem Stall verendet. Erste Untersuchungen wurden am Samstag bei weiteren Tests bestätigt. Der Betrieb in Wachenroth bei Erlangen hat den Verkauf des Fleisches, das nach dem 30. Juli ausgeliefert wurde, gestoppt.

Der hochansteckende Virustyp H5N1 kann auch für Menschen gefährlich werden. Im konkreten Fall könne aber praktisch Entwarnung gegeben werden, hieß es vom Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV). „Da die Tiere in einem Stall gehalten werden, gibt es so gut wie keine Gefahr für die Bevölkerung“, sagte Sprecherin Ulrike Lorenz.

Behörden suchen derzeit nach der Herkunft des Erregers. Da die betroffenen Küken vermutlich aus Niedersachsen stammten, hätten Veterinäre dort eine Brüterei und drei weitere Betriebe untersucht. Es seien dabei aber keine Auffälligkeiten entdeckt worden, sagte ein Sprecher des Landwirtschaftsministeriums in Hannover. „Für Niedersachsen können wir Entwarnung geben. Die Ursache liegt vermutlich in Bayern“, sagte er. LBV-Sprecherin Lorenz vermutete, der Auslöser für die Vogelgrippe könnte im Futter versteckt liegen. „Wildvögel als Infizierungsquelle fallen ja diesmal aus. Aber das Futter sollte einmal untersucht werden“.

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige

Weitere Beiträge aus dem Ressort

Anzeige

weiterHandelsblatt Specials

zurück
  • Chronik 2008: Das Jahr der Turbulenze...

    Chronik 2008: Das Jahr der Turbulenzen

    Bankenpleiten, Börsentalfahrt, Rezession: Kaum ein Jahr hat die Welt der Wirtschaft so durcheinander gewirbelt wie 2008. Im kommenden Jahr müssen sich Manager und Politiker neu beweisen. Handelsblatt.com blickt in den Tagen bis zum Jahreswechsel zurück auf eine Zeit vo...Special 

  • Türkei – ein Land zwischen Aufbruch u...

    Türkei – ein Land zwischen Aufbruch und Rückschritt

    Die Türkei sprüht vor Dynamik. Neben Istanbul bilden sich auch in Anatolien neue Wirtschaftszentren. Im Land entsteht ein Mittelstand. Das bietet auch Chancen für deutsche Unternehmer und Investoren. Zugleich gestaltet sich der Weg nach Europa schwierig: Die Türkei ste...Special 

  • Agenda IT-Fitness

    Agenda IT-Fitness

    Ob Waldarbeiter, Bäcker oder Arzt – ohne IT läuft im Beruf kaum noch etwas. Doch die Informationstechnologie wandelt sich permanent, und Unternehmen wie Arbeitnehmer müssen sich auf diesen Wandel einstellen. Wie das gehen kann, zeigt die Agenda „IT-Fitness“.Special 

vor

 

 

Bildergalerien

zurück
  • Wo sich das Sponsorenkarussell dreht

    Wo sich das Sponsorenkarussell dreht

    Zum Saisonende laufen in der Fußball-Bundesliga zahlreiche Verträge von Vereinen mit ihren Hauptsponsoren oder Ausrüstern aus, weitere kommen 2010 hinzu. Insgesamt geht es um Vermarktungsgelder von rund 90 Millionen Euro – und das mitten in der Wirtschaftskrise. Das Ma...Bildergalerie 

  • Rechte und Pflichten bei Eis und Schn...

    Rechte und Pflichten bei Eis und Schnee

    Starke Schneefälle, Glatteis und Dauerfrost haben in den vergangenen Tagen vielen den Weg zur Arbeit erschwert, wenn nicht gar unmöglich gemacht.Handelsblatt.com erklärt, was Sie beachten sollten.Bildergalerie 

  • Neue Regeln für die Einreise in die U...

    Neue Regeln für die Einreise in die USA

    Ab dem 12. Januar müssen USA-Reisende ohne Visum vorab online einen Antrag beim US-Heimatschutzministerium stellen. Nur mit Genehmigung, die per E-Mail erteilt wird, darf der Geschäftsreisende oder Tourist dann ins Flugzeug steigen. Die letzte Entscheidung trifft aber ...Bildergalerie 

vor