3 Bewertungen **
15.10.2008 
Naturkatastrophe

Waldbrände setzen Kalifornien weiter zu

Die Feuerherde in Kalifornien halten die Menschen weiter in Atem. Besonders die Trockenheit und der Wind erschweren die Löscharbeiten. Immer mehr Häuser werden durch die Flammen zerstört.

Lupe

HB DÜSSELDORF. Tausende Feuerwehrleute kämpfen weiter verzweifelt gegen riesige Waldbrände nördlich von Los Angeles. Der US-Wetterdienst sagte auch für Mittwoch heftigen Wind, Hitze und Trockenheit voraus. Dies könnte die Löscharbeiten erschweren und die bisherigen Erfolge wieder zunichte machen.

Am Dienstag hatte sich ein Brand bei Porter Ranch flächenmäßig verdoppelt. Hier weiteten sich die Flammen unkontrollierbar auf 5 400 Hektar aus und bedrohten das nahe Simi Valley. Ron Haralson, von der Feuerwehr des Landkreises Los Angeles, sagte „Es gibt im Moment einfach zu viele Fronten“. Bereits 15 Häuser seien niedergebrannt und sechs weitere beschädigt worden. Die Flammen zerstörten auch 47 Außengebäude und 41 Fahrzeuge.

Beim zweiten Großfeuer bei San Fernando nahe Los Angeles erlangten die Feuerwehrleute weitgehend Kontrolle über den Brand, als der Wind vorübergehend abflaute. Hier verbrannten nach Behördenangaben rund 2000 Hektar Land und 38 mobile Wohncontainer.

"Wir sind noch nicht auf der sicheren Seite, es gibt eine Menge Anlass, sich Sorgen zu machen", sagte der Bürgermeister von Los Angeles, Antonio Villaraigosa. Nach Einschätzung von US-Meteorologen sollte der Sturm, der zeitweilig Geschwindigkeiten von bis zu 113 Kilometern pro Stunde erreicht hatte, sich am Mittwoch zwar etwas abschwächen. Der Wetterdienst prognostizierte aber auch, dass die Temperaturen weiter steigen und dass es weiter trocken bleibe werde.

Unterdessen war ein weiterer Großbrand in Kalifornien nahe dem Militärstützpunkt Camp Pendleton bei San Diego fast unter Kontrolle. Hier verbrannten rund 1 600 Hektar Land, die Anwohner konnten aber inzwischen in rund 1 000 evakuierte Häuser zurückkehren.

Die Ursache der Großbrände ist noch nicht geklärt. Kaliforniens Gouverneur Arnold Schwarzenegger erklärte das Wetter für die Katastrophe verantwortlich. Einerseits fache der Wind die Flammen an, andererseits herrschten Hitze und Trockenheit, sagte er. Schwarzenegger rief für die Bezirke Los Angeles und Ventura den Notstand aus.

Die großen Waldbrände haben in Kalifornien bereits tausende Menschen in die Flucht getrieben. Bisher kamen zwei Menschen in den Flammen ums Leben.

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne

Beiträge zum Thema

Anzeige

Weitere Beiträge aus dem Ressort

Anzeige

weiterHandelsblatt Specials

zurück
  • Chronik 2008: Das Jahr der Turbulenze...

    Chronik 2008: Das Jahr der Turbulenzen

    Bankenpleiten, Börsentalfahrt, Rezession: Kaum ein Jahr hat die Welt der Wirtschaft so durcheinander gewirbelt wie 2008. Im kommenden Jahr müssen sich Manager und Politiker neu beweisen. Handelsblatt.com blickt in den Tagen bis zum Jahreswechsel zurück auf eine Zeit vo...Special 

  • Türkei – ein Land zwischen Aufbruch u...

    Türkei – ein Land zwischen Aufbruch und Rückschritt

    Die Türkei sprüht vor Dynamik. Neben Istanbul bilden sich auch in Anatolien neue Wirtschaftszentren. Im Land entsteht ein Mittelstand. Das bietet auch Chancen für deutsche Unternehmer und Investoren. Zugleich gestaltet sich der Weg nach Europa schwierig: Die Türkei ste...Special 

  • Agenda IT-Fitness

    Agenda IT-Fitness

    Ob Waldarbeiter, Bäcker oder Arzt – ohne IT läuft im Beruf kaum noch etwas. Doch die Informationstechnologie wandelt sich permanent, und Unternehmen wie Arbeitnehmer müssen sich auf diesen Wandel einstellen. Wie das gehen kann, zeigt die Agenda „IT-Fitness“.Special 

vor

 

 

Bildergalerien

zurück
  • Wo sich das Sponsorenkarussell dreht

    Wo sich das Sponsorenkarussell dreht

    Zum Saisonende laufen in der Fußball-Bundesliga zahlreiche Verträge von Vereinen mit ihren Hauptsponsoren oder Ausrüstern aus, weitere kommen 2010 hinzu. Insgesamt geht es um Vermarktungsgelder von rund 90 Millionen Euro – und das mitten in der Wirtschaftskrise. Das Ma...Bildergalerie 

  • Rechte und Pflichten bei Eis und Schn...

    Rechte und Pflichten bei Eis und Schnee

    Starke Schneefälle, Glatteis und Dauerfrost haben in den vergangenen Tagen vielen den Weg zur Arbeit erschwert, wenn nicht gar unmöglich gemacht.Handelsblatt.com erklärt, was Sie beachten sollten.Bildergalerie 

  • Neue Regeln für die Einreise in die U...

    Neue Regeln für die Einreise in die USA

    Ab dem 12. Januar müssen USA-Reisende ohne Visum vorab online einen Antrag beim US-Heimatschutzministerium stellen. Nur mit Genehmigung, die per E-Mail erteilt wird, darf der Geschäftsreisende oder Tourist dann ins Flugzeug steigen. Die letzte Entscheidung trifft aber ...Bildergalerie 

vor