Der Markt habe sich im Vergleich zum Vorjahr verändert, sagte Mütherich. Insbesondere Nordmann-Tannen seien rar, weil weniger Bäume aus Dänemark importiert würden. Zudem seien die Kulturen im Sauerland, aus denen jeder Dritte der schätzungsweise 24 Millionen in Deutschland aufgestellten Weihnachtsbäume stamme, durch den Orkan „Kyrill“, durch späte Frostnächte im Frühjahr und durch Hagel im Frühsommer geschädigt.
Die dänischen Weihnachtsbaum-Produzenten wandeln nach Informationen der Mescheder Landwirtschaftskammer ihre Kulturen teilweise in Ackerflächen um, weil sie dafür Prämien der EU bekommen können. Kristof Köhler von der Landwirtschaftskammer sieht weiterhin einen starken Trend zur nicht pieksenden Nordmanntanne. „Es sind nur noch zehn bis 15 Prozent der Weihnachtsbaum-Flächen der Region mit Blaufichten bepflanzt“, sagte er. „Es stürzt sich alles auf die Nordmanntanne.“
Den Trend zu Billig-Bäumen, die in den Vorjahren als Lockangebote zum Teil für fünf Euro oder gar geschenkt zu bekommen waren, sehen die Produzenten gestoppt. „Der Preisanstieg bei diesen Bäumen wird prozentual sogar noch größer sein“, vermutet Mütherich. Im Großhandel sei die Preissteigerung bereits klar erkennbar. „Nordmanntannen sind sehr gefragt, weil sie zu schmücken und transportieren sind, ohne zu pieksen. Dabei sei die Blaufichte weihnachtlicher“, sagte er. Sie dufte mehr und bleibe auch im Wohnzimmer länger in Form.


