0 Bewertungen
25.10.2007 

Der Markt habe sich im Vergleich zum Vorjahr verändert, sagte Mütherich. Insbesondere Nordmann-Tannen seien rar, weil weniger Bäume aus Dänemark importiert würden. Zudem seien die Kulturen im Sauerland, aus denen jeder Dritte der schätzungsweise 24 Millionen in Deutschland aufgestellten Weihnachtsbäume stamme, durch den Orkan „Kyrill“, durch späte Frostnächte im Frühjahr und durch Hagel im Frühsommer geschädigt.

Die dänischen Weihnachtsbaum-Produzenten wandeln nach Informationen der Mescheder Landwirtschaftskammer ihre Kulturen teilweise in Ackerflächen um, weil sie dafür Prämien der EU bekommen können. Kristof Köhler von der Landwirtschaftskammer sieht weiterhin einen starken Trend zur nicht pieksenden Nordmanntanne. „Es sind nur noch zehn bis 15 Prozent der Weihnachtsbaum-Flächen der Region mit Blaufichten bepflanzt“, sagte er. „Es stürzt sich alles auf die Nordmanntanne.“

Den Trend zu Billig-Bäumen, die in den Vorjahren als Lockangebote zum Teil für fünf Euro oder gar geschenkt zu bekommen waren, sehen die Produzenten gestoppt. „Der Preisanstieg bei diesen Bäumen wird prozentual sogar noch größer sein“, vermutet Mütherich. Im Großhandel sei die Preissteigerung bereits klar erkennbar. „Nordmanntannen sind sehr gefragt, weil sie zu schmücken und transportieren sind, ohne zu pieksen. Dabei sei die Blaufichte weihnachtlicher“, sagte er. Sie dufte mehr und bleibe auch im Wohnzimmer länger in Form.

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige

Weitere Beiträge aus dem Ressort

Anzeige

weiterHandelsblatt Specials

zurück
  • Chronik 2008: Das Jahr der Turbulenze...

    Chronik 2008: Das Jahr der Turbulenzen

    Bankenpleiten, Börsentalfahrt, Rezession: Kaum ein Jahr hat die Welt der Wirtschaft so durcheinander gewirbelt wie 2008. Im kommenden Jahr müssen sich Manager und Politiker neu beweisen. Handelsblatt.com blickt in den Tagen bis zum Jahreswechsel zurück auf eine Zeit vo...Special 

  • Türkei – ein Land zwischen Aufbruch u...

    Türkei – ein Land zwischen Aufbruch und Rückschritt

    Die Türkei sprüht vor Dynamik. Neben Istanbul bilden sich auch in Anatolien neue Wirtschaftszentren. Im Land entsteht ein Mittelstand. Das bietet auch Chancen für deutsche Unternehmer und Investoren. Zugleich gestaltet sich der Weg nach Europa schwierig: Die Türkei ste...Special 

  • Agenda IT-Fitness

    Agenda IT-Fitness

    Ob Waldarbeiter, Bäcker oder Arzt – ohne IT läuft im Beruf kaum noch etwas. Doch die Informationstechnologie wandelt sich permanent, und Unternehmen wie Arbeitnehmer müssen sich auf diesen Wandel einstellen. Wie das gehen kann, zeigt die Agenda „IT-Fitness“.Special 

vor

 

 

Bildergalerien

zurück
  • Rechte und Pflichten bei Eis und Schn...

    Rechte und Pflichten bei Eis und Schnee

    Starke Schneefälle, Glatteis und Dauerfrost haben in den vergangenen Tagen vielen den Weg zur Arbeit erschwert, wenn nicht gar unmöglich gemacht.Handelsblatt.com erklärt, was Sie beachten sollten.Bildergalerie 

  • Neue Regeln für die Einreise in die U...

    Neue Regeln für die Einreise in die USA

    Ab dem 12. Januar müssen USA-Reisende ohne Visum vorab online einen Antrag beim US-Heimatschutzministerium stellen. Nur mit Genehmigung, die per E-Mail erteilt wird, darf der Geschäftsreisende oder Tourist dann ins Flugzeug steigen. Die letzte Entscheidung trifft aber ...Bildergalerie 

  • Schneechaos legt Deutschland lahm

    Schneechaos legt Deutschland lahm

    Bis zu 20 Zentimeter Schnee und Glatteis haben am Montag weite Teile Deutschlands lahmgelegt. Autobahnen mussten gesperrt werden, Busse und Bahnen wurden durch die Schneemassen behindert. Auf dem Düsseldorfer Flughafen ging nichts mehr. Bilder vom Chaos.Bildergalerie 

vor