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09.01.2009 
Naturkatastrophe

Zahl der Erdbebentoten in Costa Rica steigt

Bei einem Erdbeben der Stärke 6,2 sind in Costa Rica mindestens 32 Menschen ums Leben gekommen und mehr als 90 verletzt worden. Rettungshelfer befürchten noch mehr Opfer.

Nach dem Erdbeben haben die Aufräumarbeiten begonnen. Foto: apLupe

Nach dem Erdbeben haben die Aufräumarbeiten begonnen. Foto: ap

HB SAN JOSE Nach dem kräftigen Erdbeben der Stärke 6,2 sind in Costa Rica 18 weitere Todesopfer in einem zusammengestürzten Restaurant gefunden worden. Zuvor war in ersten Berichten von 14 Toten die Rede gewesen. Damit stieg die Zahl der Todesopfer bis Freitagmittag auf 32. Eine Anruferin habe von der Tragödie in dem Restaurant in der Gemeinde Chinchona in der Nähe des Epizentrums berichtet, teilte das Rote Kreuz weiter mit.

Es gebe aber immer noch keine Gewissheit über die Gesamtzahl der Opfer, weil die Suchtrupps wegen unpassierbarer Straßen einige Orte noch gar nicht erreicht hätten. Nach diesen Angaben wurden auch etwa 30 Menschen vermisst und rund 90 verletzt.

Erdrutsche, zerstörte Brücken und Straßen sowie der Ausfall des Strom- und Telefonnetzes in einigen Teilen des Landes behinderten die Rettungsarbeiten. Auch etwa 300 Touristen, darunter viele Ausländer, säßen in abgelegenen Hotels fest, hieß es.

Das Epizentrum des Bebens lag 10 Kilometer östlich des 2 700 Meter hohen Vulkans Poás. Die Region etwa 60 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt San José wird jährlich von tausenden Touristen aus dem In- und Ausland besucht. Dort übernachteten viele Menschen im Freien oder in Notunterkünften.

Die Behörden lösten Katastrophenalarm aus. Bis Freitag wurden mehr als 1 200 Nachbeben gezählt. Vor allem in der Stadt Alajuela seien auch Häuser beschädigt worden, berichtete der Katastrophenschutz. Bewohner liefen in Panik auf Straßen und Plätze.

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