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19.06.2008 
Bosnien

Zwei deutsche Soldaten bei Absturz getötet

Beim Absturz eines spanischen Militärhubschraubers in Bosnien sind zwei deutsche Soldaten und zwei spanische Piloten ums Leben gekommen, teilte das Bundesverteidigungsministerium am Donnerstagabend mit. Die Ursache des Absturzes ist noch unklar.

HB BERLIN/SARAJEVO/BRÜSSEL. Der Hubschrauber war gegen Mittag mit den vier Personen an Bord aus bislang ungeklärter Ursache nahe der zentralbosnischen Stadt Travnik abgestürzt. Er befand sich den Angaben nach auf einem Einsatzflug für die EU-Truppe in Bosnien (Eufor) von Sarajevo in Richtung Banja Luka. Aufgrund der Geländebeschaffenheit und einer möglichen Minengefahr im Absturzgebiet sei die Unfallstelle nur schwer zugänglich.

Wie das Ministerium mitteilte, kommen die beiden toten Soldaten aus einem Verband in Zweibrücken. Verteidigungsminister Franz Josef Jung drückte den Angehörigen im Rahmen einer Bundestagsdebatte sein Beileid aus. Er wolle zudem darauf aufmerksam machen, mit welchem Risiko der Einsatz für Frieden und Stabilität und damit für die Sicherheit Deutschlands verbunden sei, sagte Jung. Auch Außenminister Frank-Walter Steinmeier drückte den Familien der Verstorbenen sein Mitgefühl aus. Die Soldaten hätten ihr Leben bei einer wichtigen und verantwortungsvollen Mission verloren, sagte Steinmeier.

Die slowenische EU-Ratspräsidentschaft zeigte sich „schockiert“. Die Soldaten seien im Einsatz „für die Bemühungen der Europäischen Union um Sicherheit und Stabilität in der Region“ gestorben, erklärte sie am Abend. Sie sprach den Angehörigen der Opfer und den Regierungen Deutschlands und Spaniens ihr Beileid aus.

Eufor, die aus 2000 Soldaten verschiedener Nationen bestehende EU-Truppe, hatte die Friedenssicherung in Bosnien 2005 von der Nato übernommen, die die Aufgaben nach dem Bosnien-Krieg 1995 übernommen hatte. Spanien ist der größte Truppensteller von Eufor.

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