0 Bewertungen
19.07.2008 
Vor Olympia

Peking wappnet sich gegen Anschläge

Die chinesische Regierung ist kurz vor den olympischen Sommerspielen in Peking bemüht, Vorkehrungen für den Fall eines Terroranschlags zu treffen. Die Maßnahmen beinhalten unter anderem eine ausgewiesene Schutzzone, ein Handbuch - und Kopfgeld.

HB PEKING. Weniger als drei Wochen vor Beginn der Olympischen Spiele in Peking versucht die chinesische Hauptstadt ihre 17 Millionen Einwohner auf mögliche Terroranschläge vorzubereiten. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Samstag berichtete, sei der neue Olympia-Wald für den Fall eines Anschlags oder einer Naturkatastrophe während der Spiele als Schutzzone für Athleten und Zuschauer auserkoren worden. Für diesen Fall seien auch Schlafsäcke und Zelte vorbereitet, wie die Agentur unter Berufung auf ein Mitglied des Olympia-Organisationskomitees BOCOG erklärte.

In der vergangenen Woche hatte das Pekinger Polizeiministerium zudem ein Handbuch herausgegeben, das Tipps zum richtigen Verhalten bei einer Terrorattacke beschreibt. "Wehren sie sich nicht, schauen sie dem Entführer nicht in die Augen, reden sie nicht, bewegen sie sich langsam", heißt es darin für den Fall einer Entführung. Entführungsopfer sollten außerdem möglichst ihre Handys verstecken. Das Handbuch enthält auch Hinweise für das Verhalten bei Angriffen mit chemischen, biologischen und atomaren Waffen und Hilfen zur Identifizierung von Bomben.

Die chinesischen Behörden haben einen möglichen Terrorangriff als größte Bedrohung für die Olympischen Spiele vom 8. bis 24. August in Peking bezeichnet. Seit Jahren sind in China allerdings keine Terroranschläge mehr gemeldet worden. Für nützliche Hinweise auf geplante Anschläge und Verbrechen haben die Behörden eine Belohnung von bis zu 500 000 Yuan ausgelobt.

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige

weiterPeking-Ente - die Olympia-Kolumne

Acht und vier – oder zwei Zehntel zum Glück  Artikel in Merkliste

Peking-Ente - die Olympia-Kolumne

Die Kampfrichter haben Fabian Hambüchen gerade noch mal davon kommen lassen, mit dem Gewinn seiner Bronzemedaille am Reck. Zwei Zehntel weniger hätten zum vierten Mal Platz Vier bedeutet. Kolumne


Bildergalerien

zurück
  • Baggern für Gold

    Baggern für Gold

    Mit ihrem 108. Sieg in Serie haben Kerri Walsh und Misty May-Treanor beim olympischen Beachvolleyball-Turnier in Peking ihren Gold-Coup von Athen 2004 wiederholt. Impressionen vom Finale. Bildergalerie 

  • Drama um das „Gesicht der Spiele“

    Drama um das „Gesicht der Spiele“

    Um 11.51 Uhr standen am Montag in Peking die Uhren still und schienen auch nach einigen Sekunden des Entsetzens nicht weiterzulaufen. Chinas größte Olympia-Hoffnung Liu Xiang hat mit seinem verletzungsbedingten Aus im Vorlauf über 110 Meter Hürden eine ganze Nation ges...Bildergalerie 

  • „Olympia ist harte Arbeit“

    „Olympia ist harte Arbeit“

    War es richtig, China die Olympischen Spiele ausrichten zu lassen? Wie sechs Top-Manager von Adidas, BASF, VW, Siemens, General Electrics und Daimler zu dieser Frage stehen und was sie sich ganz persönlich zu den Spielen wünschen.Bildergalerie 

vor