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23.07.2008  | Aktualisiert 23.07.2008, 13:04 Uhr 
Fußball

Vereine haben keine Abstellungspflicht

Karl-Heinz Rummenigge hat als Vorsitzender der Europäischen Klubvereinigung (ECA) für Klarheit im derzeit anhaltenden Abstellungschaos diverser Bundesligisten gesorgt. Demnach bestätigte der 53-Jährige, dass keine rechtliche Verpflichtung der Fußballvereine zur Abstellung von Nationalspielern für die Olympischen Spiele in Peking besteht.

 Karl-Heinz Rummenigge bestätigte die Rechtsauffassung von Schalk 04 und Werder Bremen. Foto: dpa Lupe

Karl-Heinz Rummenigge bestätigte die Rechtsauffassung von Schalk 04 und Werder Bremen. Foto: dpa

"Da die Olympischen Spiele nicht im harmonisierten internationalen Spielkalender verzeichnet sind, ist die Abstellungspflicht für Länderspiele nach dem Fifa-Reglement betreffend den Status und Transfer von Spielern nicht anwendbar. Wir unterstützen daher alle Vereine, die den Verlust wichtiger Spieler befürchten", sagte der Vorstandsvorsitzende von Deutschlands Rekordmeister Bayern München, der erst vor zwei Wochen bei der Generalversammlung der ECA als Vorsitzender wiedergewählt worden war.

Bestätigung für Schalke und Bremen

Damit bestätigte Rummenigge auch die Rechtsauffassung der beiden Bundesligisten Schalke 04 und Werder Bremen, die mit ihren Profis Rafinha bzw. Diego auf Konfrontationskurs gegangen sind. Die beiden Brasilianer hatten sich am Dienstag ohne Einwilligung ihres jeweiligen Arbeitgebers nach Paris zum Treffpunkt des brasilianischen Olympia-Teams aufgemacht.

Bremen und Schalke setzen sich gegen dieses eigenmächtige Verhalten ihrer Angestellten mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zur Wehr. Sie wollen notfalls die Rechtslage durch den Internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne kurzfristig klären lassen.

"Müssen die Statuten nicht ändern"

Rummenigge nannte eine mögliche CAS-Entscheidung "eine gute Lösung. Alle lechzen nach juristischer Klarheit, obwohl diese unserer Meinung nach schon herrscht. Wir müssen die Statuten nicht ändern: Es ist klar, dass die Spieler nicht abreisen dürfen."

Die ECA schlage indes vor, "dass Fifa-Präsident Sepp Blatter zusammen mit dem IOC klare Richtlinien und Regelungen für kommende Olympische Spiele abstimmt, wenn die derzeitigen Vereinbarungen über das Olympische Fußballturnier auslaufen. Die ECA ist gerne bereit, zu derartigen Vereinbarungen im Namen der Vereine beizutragen."

© SID

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