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24.07.2008 
Visa nur in Ausnahmefällen

China schließt Olympia-Orte für Geschäftsreisende

von Andreas Hoffbauer

China will in den kommenden zwei Monaten kaum noch ausländische Geschäftsreisende in die olympischen Austragungsorte lassen. Betroffen davon wäre vor allem die deutsche Wirtschaft, da viele Firmen aus Deutschland in den Olympiastädten Peking, Schanghai, Shenyang und Qingdao Standorte haben.

China hat die Sicherheitsvorkehrungen vor den Olympischen Spielen bereits massiv erhöht. Foto: dpa Lupe

China hat die Sicherheitsvorkehrungen vor den Olympischen Spielen bereits massiv erhöht. Foto: dpa

PEKING. Hintergrund ist Chinas Angst vor Terroranschlägen zu den Olympischen Spielen im August. Peking hat darum die Einreiseregelungen bereits mehrfach verschärft.

Über die neuen Restriktionen für ausländische Geschäftsreisende zeigte sich die EU-Kammer in Peking am Donnerstag sehr besorgt. "Die Einführung solch einer Einschränkung ohne Vorwarnung bringt für in China tätige Unternehmen ernste Probleme mit sich", erklärte die Kammer gestern auf Anfrage. Einige deutsche Unternehmen erklärten jedoch, man gehe davon aus, dass auch weiterhin Visa für einreisende Manager ausgestellt werden.

"Die Lage ist noch sehr unklar", sagte auch die Delegierte der Deutschen Wirtschaft in Peking, Jutta Ludwig. Es gebe aber offensichtlich erneut "eine deutliche Verschärfung" bei der Visa-Handhabe. Der Deutschen Außenhandelskammer in Peking sind einige Problemfälle bekannt. Bereits im seit hat China die Visavergabe massiv eingeschränkt, um die Einreise von Aktivisten zu verhindern.

Die zuständige Behörde in Schanghai, wo die meisten deutschen Firmen in China angesiedelt sind, teilt nun auf ihrer Internetseite mit, dass "ab sofort" keine Einladungen für Geschäftsleute aus dem Ausland mehr ausgestellt werden. Am besten sei es, diese erst nach Mitte September zu beantragen.

Dabei hatte China erst im April eingeführt, dass Geschäftsreisende ein entsprechendes Einladungsschreiben benötigen, das von den lokalen Behörden ausgestellt werden muss. Die neue Regelung erfolge nun "auf Anweisung höherer Stellen", heißt es in der Mitteilung aus Schanghai. Sie diene dazu, "die Stabilität unserer Stadt während der Olympischen Spiele zu sichern."

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