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24.07.2008 
Prinz fordert Steigerung

Fußballerinnen suchen ihre Olympia-Form

Die verpatzte Olympia-Generalprobe in Norwegen löste bei den deutschen Fußball-Weltmeisterinnen zwar keine Alarmstimmung aus, doch die 0:2 (0:1)-Niederlage am Mittwochabend wurde zumindest als Dämpfer zur rechten Zeit eingeordnet.

Birgit Prinz in Aktion. Foto: apLupe

Birgit Prinz in Aktion. Foto: ap

HB FRANKFURT. Zwei Wochen vor dem Auftaktspiel bei den Sommerspielen gegen Vize-Weltmeister Brasilien präsentierte sich das Team von Bundestrainerin Silvia Neid noch ein gutes Stück entfernt von seiner Top-Form und offenbarte einige ungewohnte Schwächen. "Die Spielerinnen waren sehr müde. Wir werden jetzt den Trainingsumfang total herunterfahren, dann werden wir auch topfit sein für das erste Turnierspiel", kündigte Neid trotz des Rückschlages beim "Unternehmen Gold" zuversichtlich an.

Rekord-Nationalspielerin Birgit Prinz forderte nach der 13. Niederlage im 31. Länderspiel gegen den Vize-Europameister eine deutliche Steigerung im Hinblick auf Olympia, wo die DFB-Auswahl nach zweimal Bronze (2000, 2004) endlich Gold holen will. "Das wird ein ganz schweres Turnier. Zum Auftakt bei der Neuauflage des WM- Endspiels gegen Brasilien müssen wir von Beginn an voll da sein und das Niveau dann möglichst bis zum Finale halten", erklärte die Stürmerin vom Triple-Gewinner 1. FFC Frankfurt.

Nach der Rückkehr aus Sandefjord bleibt das Team noch für zwei Tage im Trainingslager in Heusenstamm bei Frankfurt/Main zusammen, ehe die Spielerinnen am Samstag einen kurzen Heimat-Urlaub antreten.

Am kommenden Mittwoch fliegt die DFB-Auswahl dann nach Shenyang, wo es am 6. August zur WM-Revanche gegen Brasilien kommt. Neid: "Zuerst waren wir über die Auslosung geschockt, aber mittlerweile haben wir uns damit auseinandergesetzt und sind mental darauf vorbereitet. Wir sehen die Partie jetzt unter dem Motto: Was weg ist, ist weg." Allerdings bedarf es gegen die Südamerikanerinnen um Superstar Marta einer besseren Leistung als in Norwegen. Zwar lobte Neid die Abwehr, doch das sonstige Prunkstück der deutschen Mannschaft sah nicht nur bei den Gegentoren durch Marie Knutsen (42.) und Guro Knutsen (74.) schlecht aus. Und im Angriff wehte abgesehen von der Anfangsviertelstunde in Halbzeit zwei nur ein laues Lüftchen. "Wir hatten gute Ideen, waren aber zu unkonzentriert. Der letzte Pass kam einfach nicht an", kritisierte die Bundestrainerin.

Nichts auszusetzen hatte sie am Einsatz ihrer Mannschaft. "Die Spielerinnen wollten alle, das war positiv. Und die jungen Spielerinnen haben noch einmal für frischen Wind gesorgt. Aber man hat gemerkt, dass sie teilweise zu wild sind. Da muss man das richtig Maß finden", sagte Neid. In zwei Wochen muss sie es gefunden haben.

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