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20.08.2008 
Umstrittenes Siegtor für China

Gold-Mission der Hockey-Damen beendet

Es war das bittere Ende einer "Gold-Mission": Ein umstrittenes Tor hat die deutschen Hockey-Damen auf dem Weg zum erneuten Olympia- Triumph zu Fall gebracht. In einer spannenden Neuauflage des Athen- Halbfinals unterlag die Mannschaft von Trainer Michael Behrmann am Mittwoch China nach Video-Beweis nach dem entscheidenden Tor des Gastgebers mit 2:3 (1:1).

Hockey-Krimi: Cheng Hui (l) und Marion Rodewald im hart umkämpften Halbfinale. Foto: dpaLupe

Hockey-Krimi: Cheng Hui (l) und Marion Rodewald im hart umkämpften Halbfinale. Foto: dpa

HB PEKING. Am Freitag kann die DHB-Auswahl gegen die Niederlande oder Argentinien zumindest noch Bronze gewinnen. Die zweimalige Führung durch Natascha Keller (4. Minute) und Janine Beermann (36.) konnten die Olympiasiegerinnen von 2004 nicht verteidigen. Gao Lihua (31.) und Ma Yibo (39.) glichen jeweils aus. Vor etwa 8000 Zuschauern im nicht ganz gefüllten Olympic Green Hockey Stadium erzielte Zhao Yudioa am Mittwoch den Siegtreffer, der nach Ansicht der Videobilder von den Schiedsrichtern als regulär gewertet wurde. Das hohe Zuspiel auf die Chinesin hätte nach den Regeln auch abgepfiffen werden können.

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Anfangs lief alles nach Plan für die deutsche Mannschaft. Den Schieber von Janine Beermann in der ersten Minute konnten die Chinesinnen noch kurz vor der Linie klären. Besser machte es Natascha Keller 180 Sekunden später. Für Ruhe im deutschen Spiel sorgte der zweite Turniertreffer der 31-Jährigen in ihrem 303. Länderspiel allerdings nicht. Die über weite Strecken enttäuschenden Behrmann- Frauen agierten ohne Linie, ohne Druck und vor allem ohne Erfolg.

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Bedanken konnten sie sich anfangs - wie schon so oft in dem olympischen Turnier - bei Torfrau Kristina Reynolds. Die Hamburgerin rettete ihre hilflose Vordermannschaft mit vier Glanz-Paraden gegen die Gastgeberinnen. Ganz allmählich "rochen" auch die chinesischen Zuschauer Lunte und feuerten ihre Mannschaft nach Leibeskräften an.

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