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25.08.2008 
Spaß und Stimme wieder da

Schüttler: Schöne Erinnerungen statt Medaille

Aus Athen brachte Rainer Schüttler eine Silbermedaille mit, aus Peking wenigstens schöne Erinnerungen - und in New York kann er darüber zum Glück schon wieder sprechen.

Konnte seine Silbermedaille aus Athen nicht wiederholen: Rainer Schüttler. Foto: apLupe

Konnte seine Silbermedaille aus Athen nicht wiederholen: Rainer Schüttler. Foto: ap

HB NEW YORK. Eine Erkrankung hatte den Wimbledon-Halbfinalisten vor den US Open für zwei Tage ans Bett gefesselt und zwischenzeitlich die Stimme geraubt. Die Vorzeichen vor dem zehnten Start in Flushing Meadows, wo sich Schüttler bislang selten wohl fühlte, stehen nicht gerade bestens.

Entsprechend zurückhaltend gab sich er 32-Jährige, der dank seiner unerwarteten Glanzvorstellung in Wimbledon noch einmal unter die besten 40 der Welt zurückkehrte. „Wenn es über die lange Distanz geht, wird es schwierig“, sagte Schüttler vor seinem Auftaktmatch gegen den Franzosen Florent Serra, dem er im bisher einzigen Aufeinandertreffen vor zwei Jahren auf Rasen unterlag.

Nicolas Kiefer, der wie Schüttler und Thomas Haas zum Auftakt am Montag noch nicht spielen musste, brauchte einige Zeit, um die Olympia-Eindrücke zu verarbeiten. Schüttler, der mit Kiefer und Davis-Cup-Teamchef Patrik Kühnen eine Wohngemeinschaft bildete, ging es nicht anders. „Das sind perfekte zehn Tage gewesen“, sagte Schüttler, obwohl es nach der juristisch erstrittenen Teilnahme sportlich nicht wie gewünscht lief. Das frühe Aus in Einzel und Doppel ermöglichte zumindest den Besuch anderer Sportarten. Mit Kühnen und Kiefer will er Fotos aus Peking austauschen und auf eine gemeinsame CD brennen.

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Doch auch der Alltag macht Schüttler seit Wimbledon wieder Freude. „Es ist schön, zu spielen, ohne Druck zu haben“, sagte der Australian-Open-Finalist von 2003. Krankheiten und Niederlagen hatten Schüttler in der Weltrangliste immer weiter zurückgeworfen, jetzt ist er wieder für alle großen Turniere direkt qualifiziert. „Ich habe einen Ranglistenplatz, wo ich wieder besser planen kann. Das hat meine Karriere noch ein bisschen verlängert“, meinte die einstige Nummer fünf der Welt.

Vor dem „Riesen-Highlight“ Olympia hatte Schüttler einst überlegt, danach aufzuhören. Das ist jetzt anders: „Ich habe wieder Spaß, ich fühle mich wieder gut, ich genieße es mehr, dass ich Erfolg habe“, sagte der fleißige Wahl-Schweizer nach dem Training, bei dem trotz Hitze und Schwüle der Spaß zu sehen und zu hören war. Und das in Flushing Meadows, wo Schüttler einmal im Achtelfinale war, aber schon fünfmal die erste Runde nicht überstand und bittere Pleiten bezog.

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Weltranglistenpunkte verliert er diesmal nicht, denn sein Abschneiden vom Vorjahr hat der Korbacher schon erreicht. Damals war in Runde eins nach fünf Sätzen gegen Paul Capdeville aus Chile Schluss.

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