Zweiter Markt in China?
» China Daily wägt Für und Wider eines zweiten Aktienmarktes für Start-Up-Unternehmen an der Börse von Shenzhen ab. „Dieser zweite Markt ist sicher wichtig für die Entwicklung eines vielschichtigen, chinesischen Aktienmarktes, auf dem Firmen verschiedener Größe Kapital generieren können.“ Doch die Sorge vieler Aktionäre, dass ein zweiter Markt Kapital aus den bestehenden Märkten abziehe, sei nicht unbegründet. „Außerdem können kleine Aktiengesellschaften, für die dieser zweite Markt gedacht ist, schnell Beute von Spekulanten werden.“ Die Behörden müssten deshalb darauf achten, dass die Vorschriften zur Notierung an diesem neuen Markt Investoren ausreichend Schutz bieten, fordert das Blatt.
Fundstück: Heiße Diskussion im Hubertus-Eck
Die » Welt hat eine Experten-Runde zur Finanzkrise einberufen, darunter „Manni (59), Ecki (47), Heiner (43) und Stippenkötter (55)“, allesamt „gestandene Männer aus der Wirtschaft“; Willi (54) sei sogar ein „veritabler Wirtschaftskapitän (Hubertus-Eck) von der anderen Seite des Tresens“. Auf die Frage nach einem Kommentar zum stärkeren Eingreifen des Staates auf den Finanzmärkten fragt Heiner: „Kannste das anschreiben, Willi?“ Worauf Willi zurückfragt: „Seh' ich aus wie die Heilsarmee? Mir schenkt auch keiner was.“ Und Manni: „Die verfluchten Kippen. Die bringen mich noch ins Grab.“ Und Heiner (empört): „Ich war jahrelang guter Kunde, Willi. Mein Geld haste immer genommen, aber seit der Kündigung gilt das alles auf einmal nicht mehr.“ Erst nachdem der Interviewer genervt abgezogen ist, holt Stippenkötter aus: „Es ist schlichtweg eine Illusion, die Risiken einer globalisierten Wirtschaft mit den Werkzeugen der klassischen Nationalökonomien beherrschbar machen zu wollen.“ Und Ecki pflichtet ihm bei: „Stimmt. Jedenfalls, solange sich internationale Rahmenvereinbarungen wie Basel II der Etablierung adäquater Risikomanagementsysteme verweigern.“
Für Handelsblatt.com zusammengestellt von » ecolot.de
Mitarbeit: Peggy Pfaff.

