Streit auf dem Biersektor
» De Volkskrant aus den Niederlanden kommentiert, dass die einstige Beziehung zwischen den Brauereikonzernen Carlsberg und Scottish & Newcastle (S&N) am Mittwoch endgültig in die Brüche gegangen sei: Carlsberg habe angekündigt, zusammen mit seiner „neuen Geliebten“ Heineken den größten Brauer Großbritanniens übernehmen zu wollen. Die Konzernleitung von S&N habe dies aus der Zeitung erfahren müssen. Mit dem feindlichen Gebot sei S&N-CEO Tony Froggatt das Lachen vergangen. Er müsse mitansehen, wie das Verhältnis zu Carlsberg im letzten Moment gekippt sei. Hintergrund: Froggatt tritt am 31. Oktober ab, Nachfolger John Dunsmore müsse mit der „Trennung“ fertig werden.
Spanisches Wirtschaftswachstum
Nachdem der IWF Spanien ein Wirtschaftswachstum unter drei Prozent für das Jahr 2008 vorausgesagt hat, kommentiert » El Pais die Verlangsamung. Nach zehn Jahren ununterbrochenem Wachstums sei eine solche Phase der Erschöpfung nicht überraschend. Die jüngste Äußerung des Präsidenten Rodríguez Zapatero sei deswegen schon gar nicht gerechtfertigt – dieser hatte die Banken dazu angehalten, in dieser schwierigen Zeit weiter Kredite zu vergeben. Die Regierung könne ohnehin nicht mit einem anhaltenden Wirtschaftswunder rechnen. Außerdem erfolge die Kreditvergabe nach den Regeln des Marktes.
Investoren meiden Japan
Die » Japan Times hat den Jahresbericht der U.N. Conference on Trade and Development (UNCTD) unter die Lupe genommen. Demnach fällt die Bilanz des Investitionsflusses aus dem Ausland nach Japan zum ersten Mal seit 1989 negativ aus: Minus 6,5 Milliarden Dollar habe die UNCTD für 2006 errechnet, 2005 war es noch ein Plus von 2,8 Milliarden Dollar. Die UNCTD führe das Ergebnis darauf zurück, dass viele transnationale Unternehmen ihre japanischen Tochterfirmen veräußert hätten, so z.B. Vodafone oder General Motors. Zudem hätten deflationäre Prozesse und ein geringes Produktivitätswachstum im Bereich nicht marktgängiger Produkte und Dienstleistungen die Expansion in Japan erschwert. Das Land habe sich damit eindeutig gegen den Trend entwickelt: Weltweit sei der Investitionszufluss ausländischer Investoren in 2006 um 38 Prozent auf 1306 Milliarden Dollar gestiegen. Mit einem Volumen von allein 175 Milliarden Dollar stünden die USA erneut an der Spitze der Beliebtheitsskala ausländischer Investoren.
Fundstück
Kurz bevor das iPhone auch auf dem europäischen Markt eingeführt wird, listet die Londoner » Times 50 Gründe auf, das schicke Handy nicht zu kaufen. Die Batterie sei Schrott. Bei der Eingabe von Text erscheine dem Nutzer die eigene Hand als sehr groß. Da auch das Gerät selbst vergleichsweise groß sei, zeichne es sich deutlich in der Hosentasche ab. Schließlich: Mike Tyson habe ein iPhone. Und Paris Hilton. Und George W. Bush.
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