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01.07.2008 

Weltölkongress über Ursachen für Ölpreis zerstritten

Schuldige gesucht, kommentiert das Wirtschaftsblatt Expansión anlässlich des derzeit in Madrid stattfindenden World Petroleum Congress (WPC), an dessen Eröffnungsdebatte auch der spanische König Juan Carlos teilnahm. "Die Einen zeigen auf die Spekulanten, andere erklären die OPEC für schuldig und wieder andere erklären die erschwerten Förderbedingungen für ausschlaggebend." Die Erdölbranche habe sich nach der anfänglichen Fassungslosigkeit über die ständig steigenden Ölpreise nun daran gemacht, Verantwortliche zu suchen. Bei den über 5.000 Teilnehmern des Kongresses herrsche jedoch alles andere als Einigkeit. "Nicht nur die Spekulanten sind Schuld am Preisanstieg von Erdöl, sondern auch Geopolitik, Förderprobleme und die hohe Versteuerung", zitiert Expansón Antonio Brufau, Präsident des Energieriesen Repsol, welcher jüngst mit der irakischen Regierung eine Zusammenarbeit im Ölgeschäft besiegelt habe.

Gasvorkommen eint China und Japan

China Daily freut sich über ein Abkommen zwischen China und Japan, betreffend die gemeinsame Erforschung von Gasvorkommen im Ostchinesischen Meer. Damit werde ein jahrzehntelanger Disput beigelegt: Seit 1968 große Gas- und Ölvorkommen im Ostchinesischen Meer entdeckt worden waren, sei es zwischen beiden Ländern zu schwerwiegenden Meinungsverschiedenheiten über die Ansprüche auf das Gas gekommen. Man habe sich jetzt zunächst auf ein Gebiet von 2.600 Quadratkilometern geeinigt, in dessen Erforschung man gemeinsam investieren wolle. Diese wirtschaftliche Zusammenarbeit, so beruhigt das Blatt, habe jedoch nichts zu tun mit beider Staatshoheit in dem Meer, diese werde "nicht verwässert". Wenn die Verbindungen zu Japan sich verbesserten, hätte das aber auch Einfluss auf die Beziehungen Chinas zu anderen Ländern, prophezeit die Zeitung.

Fundstück: England kommt sein legendärer Erfindergeist abhanden

Der Daily Telegraph fürchtet um den künftigen wirtschaftlichen Erfolg Großbritanniens: Eine Studie des Centre for Education and Employment Research der University of Buckingham habe ergeben, dass die Schulen unter chronischem Physiklehrer-Mangel leiden. Jede vierte weiterführende Schule habe keinen in Physik ausgebildeten Lehrer zur Verfügung. "Während in China und Indien hoch qualifizierte Absolventen Jahr für Jahr in die Wirtschaft drängen, versiegt hierzulande das für eine prosperierende Wirtschaft so wichtige Fachwissen." Was soll nur werden aus dem Mutterland der Industriellen Revolution, das einst mit Erfindungsreichtum und Ingenieurskunst zu Weltrang aufstieg? Bis 2014, so habe die Regierung versprochen, wolle sie ein Viertel aller Naturwissenschaften-Lehrer zum Erlangen eines Physik-Diploms anhalten. "In unserer so schnelllebigen Welt könnte das aber bereits spät zu sein", mutmaßt das Blatt.

Für Handelsblatt.com zusammengestellt von www.ecolot.de.

Mitarbeit: Charlotte Bartels, Kerstin Herrn, Florian Käfer.

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