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01.10.2007 

Übernahmeschlacht OMV/Mol

» Der Standard aus Wien berichtet, dass unabhängige Investoren den Druck auf den ungarischen Mineralölkonzern Mol erhöhen, um den Weg für eine Übernahme durch den österreichischen Energieriesen OMV möglich zu machen. Der Vorstandschef der US-Fondsgesellschaft Templeton, Mark Mobius, der Aktien von beiden Unternehmen besitze, dränge die Managements beider Firmen zu Gesprächen. Der Chef des US-Fonds sehe durch den jüngsten Versuch der Ungarn, die Übernahme eines magyarischen durch ein nicht-ungarisches Unternehmen zu verhindern, den Finanzplatz Budapest gefährdet. „Es besteht ein großes Risiko, dass durch solche Maßnahmen das Aktionärsvertrauen sinkt“, zitieren die Wiener Mobius.

Die » Financial Times Deutschland meldet, dass die österreichische Regierung Ungarn den Erwerb einer Sperrminorität an Mol vorgeschlagen hat. Mit einem Anteil von 25 Prozent plus einer Aktie als Blockademinderheit könne die ungarische Regierung politisch sicherstellen, dass es nicht zu einer Übernahme der Mol durch die österreichische OMV kommt, sondern zu einem Zusammenschluss unter Gleichen, folgt die FTD der Argumentation aus Wien. Wirtschaftsminister Martin Bartenstein werfe dem Nachbarland vor, die OMV-Pläne durch juristische und verwaltungstechnische Tricks zu torpedieren. „So will die Regierung Mitte Oktober im Schnellverfahren ein Gesetz verabschieden, das staatlichen oder teilstaatlichen ausländischen Unternehmen die Übernahme ungarischer Energiefirmen untersagt.“

Fundstück

Die » Süddeutsche berichtet aus „Absurdistan“, aus einer Filiale der Deutschen Post. Nachdem der Reporter sich mit seiner Tochter ausgesperrt hat und seine Frau informieren will, die beim Arzt ist, will er in einer Postfiliale in Telefonbüchern nach der Nummer des Arztes suchen. O-Ton des Absurdistan-Touristen: „Ich: ,Hallo, haben Sie hier Telefonbücher?‘ Postmann: ,Ja.‘ Ich: ,Könnte ich kurz mal in eins schauen. Ich müsste dringend eine Nummer...‘ Postmann: ,Nein.‘ Ich: ,Wieso?‘ Postmann: ,Da gibt es ein Grundsatzurteil.‘ Ich: ,Ja?‘ Postmann: ,Wir dürfen unseren Kunden keine Telefonnummern mitteilen.‘ Ich: ,Wieso?‘ Postmann: ,Würde die Rechte anderer Telefonanbieter verletzen.‘ Ich: ,Was?‘ Postmann: ,Sie können aber diese drei in Plastik eingeschweißten Münchner Telefonbücher gratis mitnehmen.‘ Ich: ,Ich brauche nur eine Nummer.‘ Postmann: ,Geht nicht.‘ Ich: ,Schade.‘ Mit drei sehr schweren Büchern verlasse ich die Filiale. Ich liebe mein Land.“

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