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07.08.2008 

Hände weg von der Dresdner Bank

Das Wall Street Journal kommentiert die Pläne der China Development Bank, die angeschlagene Dresdner Bank zu retten, um so das dringend benötigte Bankenfachwissen zu erlangen. Dieser Plan könnte sich als „teurer Weg nach Nirgendwo“ erweisen, denn die Dresdner selbst habe mit der Strategie Bauchlandungen im Ausland erlebt – etwa als sie 1995 Kleinwort Benson erwarb, um die eigene Investmentbanking-Kompetenz auszubauen. Die Chinesen hätten bei ihrem Versuch, im Westen zu investieren, ebenfalls erste harte Lektionen erfahren müssen. So sei das Timing der Übernahme eines Barclays-Anteils schlecht gewesen. „Vielleicht hofft sie, dass es lehrreicher sein wird, wenn sie die volle Kontrolle über eine Bank übernimmt“, vermutet das Blatt. Aus dem Studium der Dresdner-Bank-Geschichte könne sie immerhin lernen, wie man es nicht macht.

Daimler: keine Angst vor Cevian Capital

Das Manager Magazin verfolgt die Gerüchte, dass sich Hedgefonds und Finanzinvestoren verstärkt bei Daimler einkaufen, darunter die milliardenschwere schwedische Gesellschaft Cevian Capital. Konzernchef Dieter Zetsche müsse zumindest die Schweden nicht fürchten. Zwar träten die Finanzinvestoren Lars Förberg und Christer Gardell als Shareholder-Aktivisten auf und wollten bei ihren Beteiligungen auch Einfluss auf die Strategie und das operative Geschäft nehmen – als aggressiver „Zerleger“ gelte Cevian Capital aber nicht. Das Daimler-Management wisse um die Gefahr, die von dem niedrigen Börsenkurs und der Tatsache eines fehlenden, loyalen Großinvestors ausgingen; einziger nennenswerter Großaktionär sei nämlich das Emirat Kuwait (7,6 Prozent der Anteile). „Zwar sehen sich die Stuttgarter nicht als Übernahmekandidat, wollen eine Übernahme aber auch nicht ausschließen. Derlei Aussagen lassen der Fantasie freien Lauf“, schreibt das Magazin. So sei die gestrige Meldung, dass Daimler bereits an einem Abwehrplan gegen feindlich gesinnte Investoren arbeite, nicht verwunderlich.

BNP Paribas knickt auf Korsika ein

L'Express aus Frankreich beobachtet den Machtkampf der Bank BNP Paribas auf Korsika. Am Wochenende hatten demnach 90 korsische Nationalisten BNP-Filialen in Ajaccio und Bastia besetzt, um gegen Pläne der Bank vorzugehen, Europäern den Kauf von Immobilien in Frankreich – und so auch auf Korsika – zu erleichtern. Die Nationalisten hätten befürchtet, dass dadurch die Immobilienpreise noch weiter steigen könnten. Am Ende sei die Bank eingeknickt und habe eine Ausnahmeregelung für Korsika akzeptiert – aus Furcht vor Sprengstoffanschlägen auf der Insel.

Erneuerbare Energien im Trend

Erneuerbare Energien sind bei spanischen Immobilien- und Bauunternehmen beliebt, schreibt Expansión. Firmen wie Copcisa, Montebalito, Urbas und Coperfil wollten damit ihr Risiko diversifizieren und Synergieeffekte nutzen. Der Sektor erneuerbarer Energien habe in den letzten Jahren große Gewinne erwirtschaftet, die von der Regierung abgesichert seien, und genieße eine hohe soziale Anerkennung. Eine weitere Motivation für diese Investitionen sei der leichte Zugang zu Krediten - auch wenn sich die Finanzierung in letzter Zeit schwerer geworden sei. Aber ausgerechnet jetzt wolle die Regierung die Subventionen für Solarenergie kürzen. Die ersten Immobilieninvestoren wie Soldevilla, ein Hotelunternehmen aus Barcelona, zögen sich deshalb schon aus dem Wachstumsmarkt zurück.

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