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24.07.2008  | Aktualisiert 24.07.2008, 12:44 Uhr 
Disziplinarkommission tagt

IOC berät über Olympiastart von Thanou

Der mögliche Olympiastart der griechischen Sprinterin Ekaterini Thanou sorgt weiter für Wirbel. Die Disziplinarkommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) wird sich in der kommenden Woche mit dem Fall beschäftigen. Das teilte eine IOC-Sprecherin am Donnerstag mit.

Ein vorgetäuschter Motorradunfall von 2004 beschäftigt die Disziplinarkommission des IOC. Foto: dpaLupe

Ein vorgetäuschter Motorradunfall von 2004 beschäftigt die Disziplinarkommission des IOC. Foto: dpa

Das NOK Griechenlands hatte die 33-Jährige für die am 8. August in Peking beginnenden Sommerspiele nominiert. Bereits vor ein paar Tagen sagte IOC-Vize Thomas Bach als Chef der Disziplinarkommission, das in Erwägung gezogen werde, den Fall wieder aufzunehmen.

Vorgetäuschter Motorradunfall

Thanou hatte sich kurz vor Beginn der Spiele in Athen 2004 zusammen mit 200-m-Olympiasieger Kostas Kenteris unter Vortäuschung eines Motorradunfalls der Trainingskontrolle im Olympischen Dorf entzogen. Beide gaben danach ihre Akkreditierung zurück und entzogen sich somit der Verhandlung vor der Disziplinarkommission. Dadurch kam es zu keinem Urteil.

Man habe sich aber im Bericht an die IOC-Exekutive ausdrücklich vorbehalten, den Vorgang erneut aufzunehmen, sobald die Sportler sich wieder unter IOC-Hoheit befänden, betonte Bach. Dies wäre mit Betreten des Olympischen Dorfes in Peking der Fall.

Die beiden Griechen waren vom Leichtathletik-Weltverband Iaaf für zwei Jahre bis Ende 2006 gesperrt worden. Thanou, Olympiazweite von Sydney über 100m, hofft nach dem Dopinggeständnis der derzeit inhaftierten Marion Jones (USA) noch darauf, deren Gold von 2000 zu erhalten. Die IOC-Exekutive hat diese Entscheidung vorerst vertagt.

© SID

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