All das soll das Olympiagelände nach den Spielen zu einem Juwel auf Londons Immobilienmarkt machen und eine lukrative Nachnutzung sichern, sagt Deighton. Vor seinem Engagement für London 2012 war er Europachef der Investmentbank Goldman Sachs.
Nun verspricht Paul Deighton hoch und heilig, es werde keine „weißen Elefanten“ geben, keine spektakulären Investitionsruinen.
Robert Neill hält viel von Deighton. „Er ist ein guter Mann aus der Privatwirtschaft“, sagt der Politiker, der für die Konservative Partei im Unterhaus und im Londoner Stadtparlament sitzt. Weniger hält Neill von den finanziellen Planungen für 2012, deren Gesamtvolumen sich seit dem Zuschlag 2005 auf 9,3 Milliarden Pfund (12,5 Milliarden Euro) vervierfacht hat.
Sein Vorwurf: „Das Budget wurde für die Bewerbung bewusst klein gerechnet.“ Neills neuestes Beispiel ist die neue Schwimmhalle. Die sollte eigentlich 75 Millionen Pfund kosten, nun taxiert sie Deighton schon auf 215 Millionen Pfund.
Der Organisationschef erklärt die erhöhten Kosten der Schwimmhalle mit der Komplexität des Projekts. „Wir brauchen für die Zeit der Spiele eine Halle von den Ausmaßen der O2-Arena mit Becken darin“, sagt Deighton. Die O2-Arena, der frühere Millennium Dome, steht am Südufer der Themse und bietet als Konzert- und Sporthalle rund 20 000 Zuschauern Platz.
Bei Olympia 2012 werden dort Basketballer und Handballer um Medaillen kämpfen. Die Halle sei vor den Spielen schon da und werde bleiben, wie sie sei. Die Schwimmhalle aber werde nach Olympia zum Teil zurückgebaut und in angemessener Größe weiter genutzt, sagt Deighton. „Das macht die Konstruktion kompliziert und teuer.“
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