Zu kompliziert für manche. Die deutsche Baufirma Hochtief Construction war zunächst an dem Auftrag interessiert, zog sich nun aber zurück. „Es passt nicht zu unserer strategischen Ausrichtung“, heißt es knapp aus der Konzernzentrale in Essen. Ähnliche Teilrückbaupläne wie für die Schwimmhalle gibt es für das Olympiastadion.
Und Geld ist nur ein Faktor, Zeit der zweite. „Wir liegen im Plan“, sagt Paul Deighton tapfer, auch wenn die Schwimmhalle wohl erst 2011 fertig wird, zwei Jahre später als ursprünglich angenommen. Der nächste wichtige Termin für Deighton ist der 29. August. „Von da an geht es um uns“, sagt der Olympiamanager und wirkt fast selbst erstaunt, dass es schon so bald so weit ist. Denn an diesem Tag präsentiert sich London bei der Schlussfeier in Peking mit einem achtminütigen Film als der nächste Olympia-Gastgeber.
Um das Verhältnis zu den chinesischen Vorgängern nicht zu belasten, verpflichtete der britische Olympiaverband seine Athleten per Unterschrift, während der Spiele in Peking keine Kritik an der politischen Situation in China zu üben. „Großbritannien macht Kotau vor China“, titelte das Massenblatt „Daily Mail“, als das rauskam, und verglich den Vorgang mit dem Nazi-Gruß des englischen Fußballteams in Deutschland 1938. Der Verband hat angekündigt, den Passus in den Verträgen zu ändern.
Dann war da auch noch die Sache mit den Miezen. Tierschützer retteten 168 Katzen auf der Olympiabaustelle aus Ruinen, die gesprengt werden, um Platz für Olympia zu schaffen. Molche, Frösche und Fische wurden bereits „umgesiedelt“.
Weder Fans noch Sponsoren scheint all das die olympische Idee zu verleiden. 70 Prozent der Briten sind für die Spiele in London. Und gerade hat Paul Deighton einen neuen Sponsor vorstellen können: Die Fluggesellschaft British Airways zahlt 40 Millionen Pfund für den Titel der offiziellen Olympia-Airline.
