Berufserfahrung verliert an Bedeutung
Business Schools werben Schulabgänger

Weil seit einiger Zeit die Bewerberzahlen bei amerikanischen Business Schools zurückgehen, suchen die Schulen nach neuen Zielgruppen für ihre MBA-Programme. Neben besonderen Anreizen für Frauen und Minderheiten – die nach wie vor an allen Business Schools unterrepräsentiert sind – geht der Trend dahin, auch Bewerber ohne Berufserfahrung zu den Programmen zuzulassen.

Die Tepper School of Business (Carnegie Mellon University) etwa bietet ein fünfjähriges Programm für Undergraduates an, bei dem sich an ein dreijähriges Bachelor-Programm gleich ein zweijähriger MBA anschließt. Von den 151 MBA-Absolventen im Jahr 2004 waren immerhin elf Studenten dabei, die ohne Berufserfahrung direkt von der Uni kamen.

Auch die McCombs School of Business (University of Texas) und die Harvard Business School versuchen mit besonderen Veranstaltungen, College-Absolventen zum direkten Einstieg in ein MBA-Programm zu bewegen. Ähnliche Anstrengungen machen Stanford, die Owen Graduate School of Management und die Kenan-Flagler Business School.

Kritiker befürchten, dass die MBA-Studenten ohne Berufserfahrung nicht die nötigen Voraussetzungen mitbringen, um von dem Programm zu profitieren. Viele Inhalte könnten erst verstanden werden, wenn man einen Bezug zu ähnlichen Situationen aus dem eigenen Arbeitsleben herstellen könne. Das Babson College in Massachusetts und die Carroll School of Management (Boston College) etwa lassen bewusst keine Studenten zu ihren MBA-Programmen zu, die nicht mehrere Jahre Berufserfahrung vorweisen können.

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