Breite Palette an Master-Programmen
London macht es besser

Wie wird die deutsche Hochschule der Zukunft aussehen? Welche Programme werden angeboten? Antworten auf solche Fragen lassen sich schon heute in London finden, wo gleich ein halbes Dutzend Hochschulen um die besten Studenten nicht nur Großbritanniens, sondern aus der ganzen Welt wetteifern.

"Die London School of Economics (LSE) versteht sich als Einrichtung zur Formung der Eliten aus der ganzen Welt", erklärt Anthony Giddens, und erhebt damit einen Anspruch, der vielen "linken" Soziologen in Deutschland kaum über die Lippen käme. Dabei ist der ehemalige LSE-Chef, "Erfinder" des "Dritten Weges" sicherlich kein Verteidiger des Establishments. Er formuliert einfach ein Selbstverständnis, das für alle Top-Hochschulen weltweit gilt: Auf dem Gebiet, auf dem man forscht und lehrt, die Besten aus aller Welt anzulocken. Und marktfähige Angebote zu schaffen.

So bieten heute die Hochschulen und Business Schools in London viel mehr als die Master of Business Administration-(MBA)-Programme, für die sie vor allem bekannt sind.

Beispiel London Business School. Ihr MBA gehört zu den drei besten in Europa, aber ihr einjähriger Master in Finance (MiF) für 28 000 Pfund bietet den etwa 120 Teilnehmern mindestens genauso gute Job-Chancen im Finanzbereich. Die Absolventen des Programms sind offenbar so begehrt, dass die Investmentbank Merrill Lynch und Citicorp eigene Stipendien anbieten.

Ein geradezu überwältigendes Angebot von 23 verschiedenen Master-Programmen hat die Cass Business School im Angebot - von den breiter orientierten Master of Science- (MSc)-Studiengängen in Banking, Finance oder Management bis hin zu sehr spezialisierten Ausbildungen wie Financial Mathematics, Mathematical Trading & Finance oder Corporate Real Estate Finance.

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Eines der erfolgreichsten Cass-Programme ist der zwölfmonatige MSc in Investment Management, der bereits im elften Jahr angeboten wird. Etwa 100 Studenten aus 35 Ländern sind bereit, dafür 18 500 Pfund an Studiengebühren zu bezahlen.

Oft übersehen wird auch, dass London nicht nur ein Finanzzentrum von internationalem Rang ist, sondern auch die geheime Hauptstadt der internationalen Seefahrt. So war es folgerichtig, dass Cass 1983 das International Centre for Shipping, Trade and Finance begründete. Bereits seit 1984 wird hier ein sehr erfolgreicher MSc in Shipping, Trade and Finance angeboten, seit 1993 auch ein MSc in Logistics, Trade and Finance. Jeder dieser Studiengänge dauert zehn Monate und kostet 16 000 Pfund.

Konkurrenz belebt das Geschäft, und so haben auch die anderen Londoner Hochschulen aus ihren Stärken marktfähige Programme gemacht. Die Tanaka Business School am Imperial College bietet neben dem MBA vier MSc-Programme an (Finance, Management, Risk Management, Health Management), ebenso wie das Centre for Financial and Management Studies (CeFiMs) an der University of London.

Die Regel gilt: Nicht jeder macht alles, sondern macht das, wo er besonders stark sein kann. Das zeigt auch die Programmpalette der LSE, einer Hochburg der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften. Fast alle gängigen Arbeitsbereiche finden sich hier gleichsam auch als spezialisierte MSc-Programme wieder - annähernd 100 (sic) verschiedene Studiengänge.

Darunter finden sich Angebote, die auch andere Hochschulen führen, wie etwa die "klassischen" Master-Programme Accounting & Finance, Management oder Statistics, daneben aber auch solche, die anderswo nicht oder kaum zu finden sind.

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