Business Schools in Afrika
Große Nachfrage, fehlende Infrastruktur

"Die Wirtschaft wächst, aber Afrika fehlt eine entwickelte Business School-Infrastruktur." Nick Binedell, Vorsitzender der 2005 gegründeten Association of African Business Schools, erhofft sich viel vom MBA. "Es gibt eine große Nachfrage im Managementbereich", betont er im Interview mit Businessweek.com.

Eine der Herausforderungen für afrikanische Business Schools sei die sehr ungleichmäßige wirtschaftliche Entwicklung des Kontinents. "Einige Staaten haben hoch entwickelte Volkswirtschaften", so seine Analyse. "Andere sind weit zurück."

Die Herausforderungen im Managementbereich seien in Afrika prinzipiell die gleichen wie in anderen Ländern. Trotzdem gäbe es spezifische Probleme. "Wir haben dafür eine Datenbank mit mittlerweile 160 Case Studies aufgebaut, die sich nur mit afrikanischen Fällen und Unternehmen beschäftigen", so Binedell. "Wir arbeiten außerdem mit Schulen wie Harvard und Insead zusammen, um die Lehrpläne und das Lehrpersonal bestmöglich vorzubereiten."

Ein wichtiges Problem: Die meisten afrikanischen Professoren arbeiten im Ausland. Vor allem die USA bieten der Bildungselite ein besseres Forschungs- und Lehrumfeld. "Wir versuchen nun ein Netzwerk aufzubauen, mit dem wir im Ausland lebende Professoren wieder in afrikanische Projekte einbinden", erläutert Binedell. "Ich halte das für sehr erfolgversprechend. Indien ist ein gutes Beispiel in dem Bereich. Wir haben außerdem Kontakt zur AACSB aufgenommen. Wir würden uns wünschen, dass sie die Arbeit unserer Organisation auf ihren Konferenzen vorstellen."

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%