Business Schools
Junger Chef soll bei ebs die Wogen glätten

Die private European Business School (ebs) in Oestrich-Winkel im Rheingau bekommt einen der jüngsten Hochschulchefs in Deutschland. Am 1. Juli tritt Christopher Jahns sein Amt als Rektor und Geschäftsführer der als gemeinnützige GmbH (gGmbH) geführten privaten Wirtschaftshochschule an.

OESTRICH-WINKEL. Der erst 36 Jahre alte Logistik-Experte folgt auf Professor Ulrich Hommel nach, der in den letzten Jahren vor allem versucht hatte, die wissenschaftliche Leistungskraft der ehemaligen Fachhochschule zu erhöhen. Durchaus mit Erfolg: Das maßgebliche CHE-Ranking zählte die ebs im Herbst 2005 zu den 15 forschungsstärksten BWL-Fakultäten in Deutschland. Allerdings war Hommel nicht unumstritten: Sein an Veröffentlichungen in den führenden internationalen Fachpublikationen ausgerichtetes „akademisches Qualitätsmanagement“ hatte ihm innerhalb der ebs nicht nur Freunde gemacht.

Zuletzt hatte die ebs auch für negative Schlagzeilen gesorgt: Professor Karl-Werner Schulte, 59, einer der führenden Immobilienexperten in Deutschland, verlässt mit mehreren seiner Kollegen sowie der auch finanziell erfolgreichen Weiterbildungseinrichtung „ebs Immobilienakademie“ in Unfrieden die Hochschule, der er seit 1975 angehört hatte. Die ebs, die zeitweise vor allem durch die von Schulte vertretene Immobilienakademie bekannt war, verliert damit eines ihrer wichtigsten Aushängeschilder. Schulte will zukünftig an der Universität Regensburg lehren. Die neue Hochschulleitung erklärt, ihr sei sehr an der "Wiederherstellung eines menschlich guten Verhältnisses zu Schulte" gelegen.

Als seine wichtigsten Ziele als neuer ebs-Chef nannte Jahns im Gespräch mit dem Handelsblatt den Aufbau eines zweiten ebs-Standbeins in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden sowie die Anerkennung (equis-Prüfung) der ebs durch die European Foundation for Management Development (efmd). Anders als ihre wichtigsten privaten (Handelshochschule Leipzig, WHU) und staatlichen (Uni Mannheim, Uni Frankfurt, Uni St. Gallen) deutschsprachigen Wettbewerber verfügt die ebs bislang über keine der international maßgeblichen Akkreditierungen (AAACS oder equis).

In Zukunft will die ebs, die frühzeitig auf das Bachelor-/Master-System umstellte, auch einen Vollzeit-MBA anbieten. Festhalten will Jahns an dem Anspruch einer „unternehmerisch handelnden Elite-Universität“.

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