„Business Week“-Ranking
Die Besten Business Schools in Amerika

Es ist das einflussreichste MBA-Ranking jenseits des Atlantiks. Wenn das US-Wirtschaftsmagazin „Business Week“ alle zwei Jahre seine Rangliste der wichtigsten MBA-Schulen veröffentlicht, dann zittern die Business Schools. Wir verraten Ihnen wer Grund zum Feiern hat.

DÜSSELDORF. Bei einem guten Abschneiden knallen die Sektkorken, bei einem schlechten darf sich ein Business-School-Chef auf einige sehr unangenehme Augenblicke mit seinem Aufsichtsgremium (Board) vorbereiten. Im Ranking-verliebten Amerika hat diese Business-School-Rangliste einen Einfluss, den man sich hierzulande nur schwer vorstellen kann. Damit schafft das „Business Week“-Ranking selbst Realitäten, mindestens genauso wie es diese widerspiegelt. Das allein macht es auch für deutsche MBA-Interessenten zu einer Information, die man kennen sollte.

Eine Anmerkung vorab: Dieses Ranking ist eine amerikanische, um nicht zu sagen amerikalastige MBA-Rangliste; alle Versuche, dieses Ranking zu „internationalisieren“, sind gescheitert. Das bedeutet auch, dass viele Aussagen, wie zum Beispiel die durchschnittlichen Absolventengehälter oder die Einschätzung einer Business School durch Arbeitgeber, nicht einfach übertragbar sind. Ein Beispiel macht das dramatisch deutlich: Die M. Ross School of Business der University of Michigan erscheint im Ranking als fünftbeste US-Business School. Die meisten deutschen Personaler kennen diese Schule aber gar nicht.

Wie immer ist es auch wichtig zu verstehen, wie dieses Ranking „gemacht“ ist, um einordnen zu können, was es eigentlich aussagt. Im Wesentlichen (90 Prozent) beruht das „Business School“-Ranking auf zwei Umfragen: einem „poll of corporate recruiters“, also einer Befragung von US-Unternehmen, die an Business Schools aktiv rekrutieren, und einem „Survey“ von MBA-Studenten und Absolventen. Die statistische Grundlage ist ordentlich: Laut „Business Week“ sind 20 000 Beurteilungen von gegenwärtigen und ehemaligen MBA-Studenten und 700 Recruiter-Antworten in das Ranking eingeflossen.

Mit dieser Vorgehensweise unterscheidet sich das „Business Week“-Ranking deutlich von den beiden anderen international einflussreichen MBA-Ranglisten. Das „Financial Times“-Ranking, das einflussreichste Ranking in Europa, fußt auf dem im Gehaltszuwachs nachgewiesenen Karrierefortschritt, aber auch auf „Diversity“ und Forschung. Das „Economist“Ranking beruht auf einer statistisch sehr großen Umfrage (20 000 Antwortbögen in diesem Jahr) des „Economist Intelligence Unit“ unter MBA-Absolventen, die zudem seit 20 Jahren durchgeführt wird.

Wirklich interessant wird das „Business Week“-Ranking durch die direkte Gegenüberstellung der Einschätzungen einer Business School durch Unternehmen und durch Studenten/Absolventen. Hier sind die Unterschiede viel größer als auf der aggregierten Gesamtrangliste, die über die Jahre ziemlich stabil ist. In dieser Gegenüberstellung liegt auch der Nutzwert für deutsche MBA-Interessenten. Wie ein US-Unternehmen eine Business School einschätzt, hat für jemanden, der seine berufliche Zukunft nicht in den USA sieht, nur beschränkte Bedeutung. Ob aber die Studenten und Absolventen selbst mit der Schule zufrieden sind, schon mehr.

Besonders spannend ist dabei die Rubrik „Teaching“. Hier erhielten nur neun Business Schools die Bestnote A+: Aus der Spitzengruppe Chicago (Booth), Cornell, Darden, Kenan-Flagler, Tuck und Yale, sowie die in Deutschland praktisch unbekannten Business Schools Cox, Kelley und Mendoza. Dass sich bei Chicago Studenten- und Unternehmensurteil decken, macht die Schule dann richtig attraktiv.

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