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Nachhilfe für Fondsmanager und Investmentprofis

Die Ohrfeige von Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann saß. In dem halb öffentlichen Rahmen der Jahrestagung des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft ließ Deutschlands mächtigster Banker seiner Kritik an den deutschen Hochschulen freien Lauf: „Die Zurückhaltung der (universitären Forschung und Lehre) in der modernen Finanzmarkttheorie bis in die 90er Jahre hinein hat dazu geführt, dass die Banken in Deutschland den Anschluss an die globale Entwicklung verpasst haben.“ (siehe Handelsblatt vom 24.11.2004). Mit anderen Worten: Hätten sich die deutschen Hochschulen mit den wirklich relevanten Themen der Bank- und Finanzwirtschaft beschäftigt, wäre „Bankfurt“ im Vergleich zu London und New York nicht in die zweite Liga abgestiegen.

Zwei Jahre nach der Ackermann’schen Hochschulschelte kann man sich fragen, ob sich die beschriebene negative Situation nicht wiederholt. Da mag das böse Wort von den „Heuschrecken“ in aller Munde sein und die Gazetten voll von Katastrophenberichten über den Ausverkauf der deutschen Wirtschaft an ausländische Private Equity-Gesellschaften, die deutschen Hochschulen scheinen wieder einmal den Zug der Zeit zu verpassen.

Ein Blick auf die internationale Business School-Szene zeigt den Unterschied: Nicht nur findet hier die relevante Forschung zu den Bereichen private equity, hedge funds etc. statt, diese Themen haben auch wie selbstverständlich in das Lehrangebot der MBA-Programme Einzug genommen. Und das nicht nur in den USA.

An der London Business School (www.london.edu) befindet sich seit 2005 ein „Hedge Fund Centre“ im Aufbau, das ursprünglich von der Fondsgesellschaft Fauchier Partners finanziert wurde und mittlerweile dank weiterer finanzieller Zuwendungen den Namen „BNP Paribas Hedge Fund Centre“ trägt. Und wie bei allen Business Schools betreibt das Zentrum nicht nur Forschung, die in die entsprechenden akademischen Magazine einfließt, sondern setzt auch Fortbildungsprogramme für Leute aus der Praxis auf. Da finden sich beispielsweise in diesen Wochen eintägige Seminare zu Themen wie „The Risk-Adjusted Cost of Financial Distress“, „A Liquidity-Based Theory of Closed-End Funds“ oder „Sensation Seeking, Overconfidence and Trading Activity“.

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