Der berufsbegleitende MBA boomt
Mehr Bewerber, mehr Frauen

Wohin entwickelt sich der MBA-Markt? Setzt sich das Wachstum, das vor zwei Jahren nur kurzzeitig eine Delle bekommen hat, ungebrochen fort oder bewegt sich der Markt gleichsam seitlich und verlagert sich vom Vollzeit-MBA in Richtung berufsbegleitender Executive Education (EMBA)-Programme?

Dies sind Fragen, die sich Business Schools weltweit praktisch permanent stellen. Schließlich sind die MBA-Schulen keine Hochschulen, denen die Studenten quasi zulaufen (oder zugeteilt werden), sondern Anbieter auf einem freien und sehr umkämpften Bildungsmarkt mit genauso zahlungskräftigen wie anspruchsvollen Kunden. Da gilt es, sich den Marktentwicklungen permanent anzupassen, und besser noch, Trends vorauszunehmen und frühzeitig mit neuen Programmangeboten zu reagieren.

Zum Beginn der Saison 2006/07 fragte das Handelsblatt deshalb zwei Dutzend der führenden MBA-Anbieter in Europa, wie sie gegenwärtig den Markt für Executive MBA-Programme einschätzen, also für jene berufsbegleitenden MBA-Programme, die gerade für viele deutsche (Jung-)Manager interessant sind, weil sie besser mit der Altersstruktur hierzulande korrespondieren.

» 

Datenbank:


Welche deutschen Unternehmen Interesse an MBA-Absolventen haben




Eine Reihe der befragten Schulen berichtet von teilweise deutlichen Zuwachsraten bei den Bewerbungen, was sich dann etwas abgeschwächt auch in den Klassengrößen (Teilnehmerzahlen) wiederfindet, wenn die Schule die Nachfrage nicht nutzt, um die „Qualität“ (Berufserfahrung, berufliche Position etc.) der Programmteilnehmer zu erhöhen. Während IMD (Lausanne) und Insead (Fontainebleau/Singapur) stabile Bewerberzahlen melden, berichtet die spanische Top-Schule IESE (Barcelona/Madrid) von 30 Prozent mehr Bewerbungen.

Bei RSM Erasmus (Rotterdam) hat sich auch die Teilnehmerzahl um mehr als ein Drittel erhöht. Selbst für den „EMBA-Global“, das mit 120 000 US-Dollar Studiengebühren derzeit weltweit wohl teuerste EMBA–Programm, verzeichnen die beiden Partner, London Business School (LBS) und Columbia Business School (New York), eine Zunahme der Bewerbungen um 15 Prozent. „Der gegenwärtige Jahrgang ist mit 70 Teilnehmern der größte seit Beginn des Programms“, erklärt LBS-Sprecherin Kate Watkins.

Seite 1:

Mehr Bewerber, mehr Frauen

Seite 2:

Seite 3:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%