Der Business School Markt differenziert sich aus
Nicht immer sind die Besten top

Auch goldene Regeln haben ihre Halbwertzeit. Bislang galt: Eine Business School, die ein gutes MBA-Programm anbietet, ist auch top bei anderen Fortbildungsprogrammen für Manager (Executive Education) - egal ob bei so genannten offenen Programmen (open enrollment), wo Mitarbeiter verschiedener Unternehmen in einem Programm zusammenkommen oder bei (customized) Programmen, die für ein Unternehmen maßgeschneidert werden.

Diese Regel hatte sogar sehr praktische Folgen. Trotz Studiengebühren, die bei einem guten MBA-Programm leicht 50 000 Euro oder Dollar erreichen können, verdienen Business Schools damit kein Geld. Die wirklichen Gewinnbringer sind die Fortbildungsprogramme für Manager, bei denen leicht ein paar Tausend Euro pro Teilnehmer für zwei bis vier Tage in die Kasse kommen. Solche Programme aber lassen sich nur hochpreisig an den Markt bringen, wenn die Business School ein entsprechendes Renommee hat. Und das bekommt sie wiederum nur durch ein sehr gutes MBA-Programm.

Die Regel hatte durchaus ihren Charme, brauchte man doch nur eines der maßgeblichen MBA-Rankings zur Hand zu nehmen, um zu wissen, an welcher Schule die guten Programme zu finden sind. Der Prestige-Faktor wurde zum Selbstläufer: Welcher Top-Manager geht schon an eine zweitklassige Business School?



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Doch das "Ende der Einfachheit" scheint erreicht. Immer mehr setzt sich die Erkenntnis durch, dass zwischen der Qualität eines MBA-Programms und der Qualität von Executive Education-Programmen lediglich ein indirekter Zusammenhang besteht.

"Mag sein, dass an der Harvard Business School der Management-Guru XY lehrt. Aber was habe ich davon, wenn er in meinem Programm überhaupt nicht auftaucht?" bringt es der Management-Education-Verantwortliche eines großen deutschen Konzerns auf den Punkt.

Je mehr deutsche Unternehmen direkt mit Top-MBA-Schulen Erfahrungen sammeln (und nicht nur deren MBA-Absolventen einstellen), desto bewusster wird den Personalern auch, dass große Business School-Namen nicht immer große Qualität garantieren. Und dass es auch bei der kommerziellen Managementfortbildung ist, wie im alltäglichen Geschäftsleben auch: Gute Kunden werden eben besser behandelt.

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