Der deutsche Executive-MBA-Markt
Gute und unseriöse Anbieter

Ein Marktüberblick über Angebote in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Wer sich für einen Executive MBA interessiert, muss nicht mehr zwingend ins Ausland gehen. Mittlerweile gibt es auch in Deutschland und im benachbarten Ausland (Schweiz, Österreich) eine wachsende Zahl von Angeboten, die zumindest einen genauen Blick wert sind.

Hinzu kommen die Programme renommierter ausländischer Business Schools, die auch in Deutschland angeboten oder in Kooperation mit deutschen Hochschulen durchgeführt werden.

Grundsätzlich gelten für Executive MBA-Programme die gleichen Warnungen wie für den MBA-Markt in Deutschland allgemein: Die Zahl der Angebote wächst ständig, aber nur ein sehr kleiner Teil der Angebote ist wirklich gut, und viele unseriöse Anbieter sind schlicht und einfach nur auf das Geld der zahlungswilligen MBA-Interessenten aus. Marktwert hat aber nicht der MBA als Titel, sondern der Abschluss dieser oder jener Schule.

Als Leitlinie kann gelten: Alle wirklich guten MBA-Anbieter verfügen über eines der beiden international maßgeblichen Gütesiegel, das heißt eine "Akkreditierung" der US-amerikanischen AACSB oder der europäisches EFMD (equis).

Ein guter Lackmustest ist auch die Frage, ob die Schule neben dem berufsbegleitenden Executive-MBA auch einen Vollzeit-MBA anbietet. Berufsbegleitende Programme sind nämlich für den Anbieter in der Regel viel kostengünstiger auf den Markt zu bringen, und mit allerlei nicht-akademischen Teilzeit-Lehrkräften zu bestreiten. Ein Vollzeit-MBA verlangt ganz andere Ressourcen. Im internationalen Vergleich zeigt sich auch, dass es praktisch keinen guten Executive MBA-Anbieter gibt, der nicht auch einen Vollzeit-MBA im Angebot hat. Der Verdacht muss sich nicht in jedem Fall bewahrheiten, doch sollte man bei reinen Executive MBA-Anbietern schon genauer hinschauen.

Als mittlerweile etablierte Größe und Referenz auf dem deutschen Executive MBA-Markt darf das Programm gelten, das die WHU Otto Beisheim School of Management in Vallendar bei Koblenz in Kooperation mit der renommierten Kellogg School of Management in Chicago anbietet. Hier ist der achte Absolventenjahrgang des Kellogg-WHU-Executive-MBA seit Herbst 2006 auf dem Markt, so dass es auch für Arbeitgeber möglich ist, die Qualität der Absolventen einzuschätzen.

Dem gleichen Prinzip einer Kooperation mit einer renommierten ausländischen Business School sind unterdessen auch andere deutsche Anbieter gefolgt: Die Goethe Business School der Universität Frankfurt bietet zusammen mit der Fuqua School of Business (Duke University) den Duke Goethe Executive MBA an. Die Executive Academy an der Wirtschaftsuniversität Wien hat mit der Carlson School of Management an der University of Minnesota einen Partner gefunden.

Die Gisma Business School in Hannover ist selbst so etwas wie die Deutschland-Niederlassung der US-amerikanischen Purdue University. Ihr Executive MBA-Programm wird unter dem Namen International Master's in Management und im Verbund Purdue, Gisma, Tias Nimbas und CEU (Budapest) angeboten.

Ein Unikat ist die paneuropäische Business School ESCP-EAP, die neben den Standorten Paris, London, Madrid und Turin auch in Berlin beheimatet ist. Die ESCP-EAP bietet einen European Executive MBA und Zentraleuropäischen MBA an.

Ihr ganz eigenes Europa-Modell hat sich die Universität Mannheim geschaffen: Mit der französischen Essec Business School (Paris) bietet sie einen Essec & Mannheim Modular Executive MBA an.

Seit vielen Jahren auf dem deutschen Markt vertreten ist das britische Henley Management College, das mit der Gesellschaft zur Förderung der Weiterbildung an der Universität der Bundeswehr in München zusammenarbeitet und auch über ein eigenes Büro in Düsseldorf verfügt. Andere ausländische Anbieter mit starker Deutschland-Präsenz sind die britische Open University Business School (OUBS) und die niederländische Tias Nimbas mit eigenen Studienzentrum in Bonn.

Andere Hochschulen versuchen es aus eigener Kraft und auf den relativen Erfolg ihres Vollzeit-MBA aufbauend. Hier sind in erster Linie die private Handelshochschule Leipzig (HHL) und die staatliche Schweizer Universität St. Gallen (HSG) zu nennen.

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