Der deutsche MBA-Markt
Wegweiser durch den MBA-Dschungel

Der deutsche MBA-Markt wird immer unübersichtlicher. Über 120 Anbieter machen Jagd auf die (lukrativen) Kunden, die bereit sind, mehrere Tausend Euro für ihren Karriere-Kick zu bezahlen. Doch nur eine Handvoll von deutschen MBA-Programmen kann von sich in Anspruch nehmen, auch im europäischen Vergleich mitzuhalten. Und viele sind schlichtweg unseriös.

Vorsicht ist also geboten. Hier einige der wichtigsten Kriterien, nach denen man MBA-Angeboten prüfen sollte:

Achtung: "Falsche" MBAs

Viele MBA-Angebote in Deutschland sind in Wahrheit keine "richtigen", d.h. auf general management ausgerichteten Programme, sondern spezialisierende Master-Programme, die sich besser auch als solche bezeichnen würden. Trotz dieses Etikettenschwindels sind nicht alle diese Programme notwendigerweise schlecht. Der Interessent muss sich nur von vorneherein entscheiden, ob er tatsächlich eine Spezialisierung in eine bestimmte Richtung sucht.

Persönlich testen

Einen MBA macht man nicht zum intellektuellen Vergnügen. Ein MBA ist die Chance zur beruflichen Weiterentwicklung, das Sprungbrett zu einem besser bezahlten Job. Es ist entscheidend, jedes Programmangebot daraufhin zu prüfen, ob es genau dieses zu leisten vermag.

Dazu ist es angeraten, die Schule persönlich zu besuchen und sich beraten zu lassen und auch mit gegenwärtigen Studenten zu sprechen.

Was sagen Ehemalige?

Jeder seriöse MBA-Anbieter wird solche Kontakte zu Ehemaligen herstellen. Eine Schule, die es bei vagen Behauptungen ("Unsere Absolventen finden sich bei Top-Unternehmen") belässt oder sich in fadenscheinige Ausflüchte rettet ("Aus Gründen des Datenschutzes können wir die Kontaktanschriften von Ehemaligen nicht herausgeben") sollte sofort aussortiert werden.

Unterstützung bei Job-Suche Zwei der wichtigsten Merkmale, die MBA-Anbieter von den klassischen deutschen Hochschulen unterscheiden, sind die Platzierung von Absolventen und die Pflege der Kontakte zu den Ehemaligen. Dazu gibt es in Business Schools eigene Beauftragte. Dies ist ein Service, für den der MBA-Student (mit-)bezahlt. Darauf sollte man bei der Auswahl der Schule achten.

Was sagen die Arbeitgeber?

Wer weiß, in welche Richtung er nach/mit seinem MBA beruflich gehen will, sollte vorab klären, ob er in der anvisierten Branche, bzw. bei ausgesuchten Unternehmen mit dem Abschluss überhaupt eine reelle Chance hat. Hier empfiehlt sich immer eine Anfrage bei den Personalabteilungen.

Es gibt Industriebranchen in Deutschland, die wissen mit einem MBA-Absolventen wenig anzufangen. Und nicht jeder MBA eröffnet Berufsperspektiven bei den klassischen MBA-Recruitern im Banken- und Consulting-Bereich.

Milchmädchenrechnung Wer glaubt, für wenig Geld einen MBA "kaufen""zu können, der genauso viel wert ist, wie ein "richtiger", teuerer MBA einer anerkannten Business School, macht eine Milchmädchenrechnung. Der Titel MBA hat, anders etwas als der Doktor-Titel, keinen Marktwert an sich. Was zählt, ist die Schule. Das wissen auch die Recruiter der Unternehmen. Wer sich mit einem zweitklassigen oder dubiosen MBA-Abschluss vorstellt, braucht nicht auf den "tollen" Job zu hoffen.

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