Deutsche Business Schools
Einfach zu klein

MBA Deutschen Business Schools fehlt die Größe, um international Anschluss zu finden. Nun suchen sie neue Kapitalgeber und Allianzen.
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Die Entscheidung erfolgte einstimmig: Ende August stimmte das niedersächsische Kabinett dafür, dass die Universität der Landeshauptstadt Hannover vom nächsten Jahr an Anteile der benachbarten privaten Gisma Business School, eine der führenden Managementschmieden in Deutschland, übernimmt. Hochschulpräsident Erich Barke freut sich prompt "über die Erweiterung" und lobt die Beteiligung als "ganz wichtigen Schritt" für den Wissenschaftsstandort.

Ein kluger Schachzug: Die Universität Hannover sichert sich so Zugang zu einer etablierten Managementschule, im Gegenzug erhält Gisma Kapital, das die finanziell angeschlagene Schule dringend benötigt. Ohne Partner hätte sie kaum eine Zukunft.

Der Deal eröffnet eine neue Runde im Verdrängungswettbewerb der MBA-Anbieter. Im globalen Markt für den begehrten Titel Master of Business Administration (MBA) spielen deutsche Business Schools bislang kaum eine Rolle: zu klein, zu unrentabel, zu unbekannt. Neue Kapitalgeber und Allianzen sollen nun die Trendwende einleiten. Mit größeren Fakultäten wollen die Business Schools in die Phalanx der internationalen Elite vordringen.

Die rund 150 Anbieter im deutschsprachigen Raum stecken derzeit in einer kritischen Umbauphase. Den intransparenten Markt dominieren maximal ein Dutzend Schulen wie die Mannheim Business School, die Goethe Business School in Frankfurt oder die Handelshochschule Leipzig (HHL). Unter ihnen wird sich die deutsche Spitze herausschälen.

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