Deutsche Personalchefs beklagen Kundenbetreuung der Business Schools.: Unbeantwortete Fragen

Deutsche Personalchefs beklagen Kundenbetreuung der Business Schools.
Unbeantwortete Fragen

Die Welt könnte so schön sein: Deutsche Personalchefs kaufen weltweit bei den besten Business Schools Managerfortbildungs-Programme ein. Die Harvards, Inseads und IMDs dieser Welt warten nur auf sie und hofieren sie da zahlungskräftig, recht anständig.

Doch die Realität sieht anders aus. Es knirscht im Gebälk, die Kontakte zwischen deutschen Unternehmen und den führenden Business Schools in Europa und den USA sind nichts weniger als problemlos. Von "unzureichender Kundenbetreuung" ist da die Rede; hinter vorgehaltener Hand auch schon einmal von "Abzocke", insbesondere bei den teuren "offenen" executive-education-Programmen, in die die Unternehmen einzelne Manager schicken.

Öffentlich möchte kaum ein Personaler die Dinge - und vor allem einzelne Schulen - beim Namen nennen. Die Gründe sind vielfältig: Viele Unternehmen wollen ganz einfach nicht offenbaren, mit welchen Business Schools sie zusammenarbeiten.

Bei manchen Personalchefs mag auch die Furcht mitspielen, sich in der Öffentlichkeit zu blamieren. Denn auch wenn sich die meisten deutschen Großunternehmen heute den Anstrich der "Globalität" geben, ihre Personaler sind es häufig nicht. Viele Weiterbildungsverantwortliche haben noch nie eine ausländische Top-Business-School von innen gesehen, ja verstehen nicht einmal, wie sie funktioniert und was sie von ihr als Kunde erwarten können. Wirkliche Kenner der internationalen Business-School-Szene wie Martin Möhrle, "Chief Learning Officer" bei der Deutschen Bank oder Conti-Personalvorstand Thomas Sattelberger sind die Ausnahme.

Und dann gibt es das "Problem" ESMT. Ein Ziel der von führenden deutschen Unternehmen ins Leben gerufenen Business School (siehe Artikel nächste Seite) ist ja gerade, Managerfortbildung auf internationalem Niveau anzubieten. Die Realität sieht ein bisschen anders aus. Für Personaler ein unlösbares Dilemma: Ihre eigenen Konzernherrn preisen öffentlich die ESMT, die Manager, die die Personaler in ESMT-Programme schicken sollen, aber wollen, wenn überhaupt, in ein Programm einer wirklichen Top-Business-School. Und dann gibt es da zahlreiche Brandbriefe der ESMT-Spitze, in denen Präsident Derek Abell oder Dekan Wulf Plinke die Unternehmen auffordern, nun endlich mehr Mitarbeiter in die offenen Programme der ESMT zu schicken.

Nicht alle Personaler gehen so weit, wie Ellen Feldhoff, Direktorin bei der Eon Academy, der Weiterbildungseinrichtung des Energiekonzerns Eon, und stellen den Business Schools im Interview mit Handelsblatt.com durch die Bank schlechte Noten bei der Kundenbetreuung aus. Aber wirklich zufrieden sind die wenigsten Unternehmen.

Seite 1:

Unbeantwortete Fragen

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%