Die Zukunft der Business Schools: Zu wenig Geld

Die Zukunft der Business Schools
Zu wenig Geld

Europa drohen die besten Managerausbilder abzuwandern. Die Business Schools müssen sich dringend den Anforderungen der globalisierten Wirtschaftswelt anpassen.

Das Hauptziel aller Hochschulen und Business Schools sollte es sein, herausragendes Lehren und Lernen zu bieten (und ständig zu verbessern). Dabei müssen Bildung und die beruflichen Qualifikationen verbunden werden, die eine globale Wirtschaft fordert.

Um dies zu erreichen, braucht eine Business School angemessene Mittel, zum einen um einen qualifizierten Lehrkörper zu rekrutieren, zum anderen um Forschungsprogramme für Doktoranden zu finanzieren und andere finanzielle Anreize für Akademiker zu schaffen. Zugleich müssen auch der Lehrkörper und die Studentenschaft ebenso globalisiert werden wie die Lehrpläne. Diese bedürfen einer Überarbeitung, um sowohl multikulturellen als auch multidisziplinären Ansprüchen zu genügen. Und die Business School der Zukunft wird ihre Studierenden auch zu global und verantwortlich denkenden Führungskräften ausbilden müssen.

Während solche Herausforderungen allen Business Schools weltweit gemein sind, muss man sich in Europa über das möglicherweise sinkende Niveau der Managerausbildung sorgen. Die Sorge rührt von der großen Diskrepanz her, die es zwischen den europäischen Universitäten und ihren weltweiten Wettbewerbern bei den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln gibt.

Europäische Business Schools sehen sich möglicherweise schon bald vor das Problem gestellt, bei der Rekrutierung ihrer Forscher und ihres Lehrkörpers ein weniger hohes Qualitätsniveau halten zu können als ihre Pendants in Amerika oder anderswo, da sie weniger in Forschungsprogramme investieren.

Das größte Hindernis für eine anständige Finanzierung scheint die Tatsache zu sein, dass europäische Universitäten nach wie vor größtenteils Gelder vom Staat erhalten, statt unterschiedliche finanzierungsquellen wie Studiengebühren, Wirtschaftssponsoren und Stifter zur Verfügung zu haben. Und überall in Europa, mit der bemerkenswerten Ausnahme Skandinaviens, scheinen die Budgets für die Bildung und Forschung geringer zu werden. In vielen Fällen verbietet es der Staat sogar, Studiengebühren zu erheben und schafft Hindernisse für die Erschließung anderer Finanzierungsquellen. Aufgrund dieses niedrigen Finanzierungsniveaus kann sich Europa in Zukunft möglicherweise weniger gut an die sich ändernden Notwendigkeiten und Erfordernisse des sich entwickelnden globalen Bildungsmarktes anpassen.

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