Dozentenmangel an Business Schools
Gehälter steigen

Jahrelang standen Business Schools im Wettstreit um Studenten - jetzt stehen sie auch im Wettstreit um Dozenten mit Doktortitel. Grund für den Mangel an qualifiziertem Lehrpersonal ist die stark wachsende Zahl an MBA-Programmen in den USA und weltweit. Mittlerweile hat die Akkreditierungsbehörde AACSB etwa 80 Business Schools außerhalb der USA akkreditiert - vor fünf Jahren waren es erst 21.

"Es gibt zwei- bis dreimal so viele Stellen wie Bewerber", sagt AACSB-Vorsitzender Richard Sorensen. Die akademische Laufbahn erscheint den meisten MBA-Absolventen nicht besonders attraktiv. Nach einem mehrjährigen Studium, das sich an den MBA anschließt, erwartet die Dozenten eine wesentlich niedrigere Vergütung als in der freien Wirtschaft.

Damit die Lehre der Business Schools nicht unter dem Dozentenmangel leidet, greifen die Business Schools zu verschiedenen Strategien, um die vakanten Positionen zu besetzen. Miami etwa hat die Studiengebühren angehoben, um den neuen Dozenten ein Jahresgehalt von 100 000 bis 180 000 Dollar bieten zu können - das ist deutlich mehr, als die bisher angestellten Dozenten verdienen. Neben Miami haben viele Business Schools ähnliche Schritte angekündigt.

Außerdem stellen die Schulen vermehrt Dozenten benachbarter Disziplinen wie Statistik, Mathematik oder Social Science ein und ermöglichen ihnen den Fachwechsel durch ergänzende Business-Kurse. Auch Teilzeit-Dozenten - möglichst mit MBA-Abschluss und Erfahrungen in der freien Wirtschaft - werden von den Business Schools immer häufiger engagiert.

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