Frankfurter Hochschule für Bankwirtschaft bietet Einzelcoachings
Teure Nachhilfe für angehende Banker

"Wir wachsen." Wenn man Projektleiter Andreas Emser von der Hochschule für Bankwirtschaft (HfB) nach maßgeschneiderten Fortbildungsangeboten für Banken und andere Finanzdienstleister fragt, ist eine gewisse Freude in seinen Worten nicht zu überhören. Seit etwa zweieinhalb Jahren ist die private Hochschule, die am Finanzplatz Frankfurt in direkter Konkurrenz zur staatlichen Goethe-Universität und ihrer Goethe Business School steht, in diesem speziellen Marktsegment aktiv. Für 100 Teilnehmer werden pro Jahr solche Programme organisiert. "Aber das Geschäft ist erst im Aufbau", berichtet Emser. Er hofft auf 300 Teilnehmer pro Jahr.

Die Zahl mag vergleichsweise gering erscheinen. Aber die HfB bietet sowohl die klassischen Fortbildungsseminare für Kleingruppen als auch Einzelcoachings an. "Das ist sehr im Kommen", bemerkt der HfB-Mann. Und vor allem lässt sich damit gutes Geld verdienen: 4 000 bis 7 000 Euro pro Person und Tag berechnet die HfB, bei Komplettprogrammen reicht die Größenordnung von 50 000 bis 200 000 Euro. Zu den Kunden gehören vor allem Großbanken.

Thematisch liegt das Seminarangebot, das dann an die individuellen Kundenwünsche angepasst wird, bei dem, was man von einer Finanzhochschule erwarten würde: Bankmanagement, insbesondere Risikomanagement, Bankstrategie, Rentabilisierung, Integrierte Rendite- und Risikosteuerung und so weiter. Zwei bis drei Tage dauern solche Kleingruppenseminare in der Regel, manche Kunden buchen auch zwei bis drei Module, die sich über ein halbes oder ganzes Jahr verteilen.



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Weitgehend unbemerkt von der größeren Öffentlichkeit hat die Hochschule das Marktsegment des Einzelcoachings entwickelt, das einzelne Personen für einen Topjob im Banking fit machen soll. Über Namen von Kunden hält man sich hier genauso diskret bedeckt wie eine Privatbank.

Immerhin verrät Emser so viel: "Es kommt immer häufiger vor, dass Quereinsteiger aus der Industrie in den Vorstand einer Bank berufen werden sollen. Dafür brauchen sie aber die Genehmigung durch die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht)." Auf die BaFin-Prüfung werden die Vorstände in spe dann von der HfB vorbereitet, "abhängig vom Vorwissen der Teilnehmer kann das zwei bis drei Tage dauern, aber auch 20."

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