Halbautonome "Executive School" in St.Gallen
Der Konkurrenz einen Schritt voraus

Professor Peter Gomez baute in Rekordzeit die Universität St.Gallen (HSG) um. Jetzt hat er mit der "Executive School" ein neues Projekt.

Herr Professor Gomez, Sie blicken auf eine sehr erfolgreiche Zeit als Rektor zurück, in der Sie die Universität St. Gallen, früher als dies bei den staatlichen Hochschulen in Deutschland geschah, komplett umgebaut haben. Jetzt wollen Sie einen Schritt weitergehen und eine halbeigenständige „Executive School of Management, Technology and Law“ (ESMTL) aufbauen. Was soll das werden?

Für die Universität St. Gallen wird das lebenslange Lernen immer mehr zum prägenden Element ihres Selbstverständnisses. Dabei spielt die Weiterbildung von Führungskräften eine ganz zentrale Rolle.Diese kann nicht einfach der verlängerte Arm der Erstausbildung sein, sondern erfordert eigenständige Denkweisen und auch eine professionelle Führung.

Manager-Fortbildung ist potenziell ein lukratives Geschäft. Ist das der eigentliche Grund, warum Sie – auch angesichts rückläufiger Studentenzahlen – jetzt massiv in diesen Bereich drängen?

Es ist unser Grundprinzip, dass die Weiterbildung von Führungskräften selbsttragend zu gestalten ist, also keinen Steuerfranken beansprucht. Es sollen sogar Drittmittel an die Universität zurückfließen. Wichtiger sind aber die Wahrnehmung unserer gesellschaftlichen Verantwortung bei der Unterstützung des lebenslangen Lernens und die Stärkung der Reputation unserer Universität.

Die Universität St. Gallen (HSG) ist in halbautonome Fachbereiche organisiert, die alle wie Profit-Center funktionieren und die schon eigene Manager-Fortbildungsprogramme, ja sogar eigene Executive-MBA-Programme anbieten. Die HSG ist mit diesem „Wildwuchs" finanziell bislang gut gefahren. Sollen diese Aktivitäten jetzt in der Executive School aufgehen?

Unsere dezentral organisierte Weiterbildung war schon immer profitabel, so konnten wir zusätzliche Mittel für die Forschung bereitstellen. Wir wollen dies auch in Zukunft so halten. Nur wenn wir in der Lage sind, mit unserer School für die Institute einen Mehrwert zu schaffen, werden sie mit uns kooperieren. Es gibt aber noch eine Vielzahl von Angeboten, die ein einzelnes Institut nicht allein bewältigen kann wie z. B. große Inhouse-Programme, Sommerakademien und Executive Summits. Hier werden wir zuerst ansetzen.

Was ist mit den verschiedenen MBA-Studiengängen, dem neuen Vollzeit-MBA-Programm und den verschiedenen Executive-MBA-Programmen? Werden diese unter das Dach der Executive School kommen?

Diese Programme gehören in Zukunft zur Executive School. Da sie zu akademischen Titeln unserer Universität führen, hatten sie schon bisher hohe Standards zu erfüllen. In Zukunft wollen wir sie aber aktiver unterstützen bei der Akquisition, beim Marketing/ Branding und bei den Studierenden-Services.

Seite 1:

Der Konkurrenz einen Schritt voraus

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%