Henry Mintzberg kritisiert MBA-Ausbildung
Leadership: Pro und Contra

Der Bereich "Leadership" sorgt bei den Vordenkern der MBA-Ausbildung weiterhin für Diskussionsstoff.

Henry Mintzberg, traditionell vehementer Kritiker der seiner Meinung nach oberflächlichen und zahlenorientierten Business Schools, lässt kein gutes Haar an der Fixierung auf "Leadership"-Fähigkeiten.

"Alle sind krankhaft besessen von Leadership", beschwert er sich in der Financial Times. Dabei sei die Fixierung auf einzelne Personen im Management kontraproduktiv: "Leadership wird eine Art Individualitäts-Syndrom, das ganze Organisationen untergräbt."

Mintzberg, zur Zeit Professor an der McGill University in Montreal, kritisiert in seiner letzten Veröffentlichung "Manager statt MBAs - eine kritische Analyse" grundsätzlich die Überbetonung theoretischer Aspekte in der Management-Ausbildung. In den vergangenen Wochen haben sich seine Kollegen Jeffrey Pfeffer (Stanford) und Sumantra Ghoshal (London Business School) ähnlich kritisch geäußert.

Insead-Dean Frank Brown bezieht aktuell die Gegenposition und betont, dass die Leadership-Ausbildung wichtiger Bestandteil des MBA-Curriculums sein müsse. "Die Welt braucht nicht noch mehr Manager", betont er. "Die Welt braucht mehr Leader."

Im Laufe der letzten fünf Jahre haben viele Business Schools ein Leadership-Modul in den Lehrplan aufgenommen.

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