Hohe Studiengebühren
Wer soll das bezahlen?

Gute MBA-Programme sind vor allem eines: teuer. Die Studiengebühren an Business Schools erreichen Dimensionen, die demjenigen leicht den Atem stocken lassen, der an das gebührenfreie Studium in Deutschland gewöhnt ist.

Wer an einer führenden US-Schule seinen MBA machen will, muss mit etwa 100000 US-Dollar kalkulieren, bei dem (kürzeren) MBA-Studium in Europa sind es auch noch 50.000 Euro. Dennoch gilt: Wer wirklich einen MBA machen will, der sollte sich durch die hohen Studiengebühren nicht abschrecken lassen!

Eine Finanzierungsmöglichkeit sind die verschiedenen Stipendien. Ausgehend von dem Gedanken, dass niemand, der dazu befähigt ist, einen MBA zu machen, davon ausgeschlossen sein sollte, "nur" weil er es nicht bezahlen kann, bieten praktisch alle US-Schulen (und auch viele europäische Business Schools) solche Stipendien an. Kurz gesagt: Wen Harvard will, der bekommt auch ein Stipendium.

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Fragen lohnt sich hier immer, da Business Schools oft nicht nur ihre eigenen Stipendienprogramme haben, sondern auch andere Organisationen Stipendien für diese Schulen vergeben. Wichtig zu wissen ist ebenfalls, dass auch deutsche Organisationen solche Stipendien vergeben. Beste Infomationsquelle ist hier der Deutsche Akademische Austauschdienst (www.daad.de) In Erwägung sollte man auch ziehen, mit seinem gegenwärtigen Arbeitgeber über eine (Teil-)Finanzierung des MBA-Studiums zu sprechen - so man nicht beabsichtigt, diesen zu verlassen. Bei Beratungsunternehmen gehört irgend eine Forum der Unterstützung (Finanzierung, Freistellung) zum Standard; bei anderen Unternehmen wird es eher auf den Einzelfall ankommen. Besonders bei berufsbegleitenden Executive-MBA-Programmen stärkt es die Verhandlungsposition, darauf zu verweisen, dass das Unternehmen unmittelbar von dem MBA-Programm profitieren könnte. Bei vielen dieser Programme sind nämlich konkrete Anwendungen ("company project") integraler Bestandteil.

Mittlerweile gehen sogar einige deutsche Unternehmen dazu über, sich von Business Schools MBA-Programme maßschneidern zu lassen. Damit erübrigt sich auch die Kostenfrage.

Wer kein Stipendium oder eine sonstige Finanzspritze bekommt, kann immer noch einen Kredit aufnehmen. Das war bislang bei deutschen Banken eher schwierig. Aber viele Business Schools haben mit ausgewählten Banken Vereinbarungen über so genannte "loan programs" für ihre MBA-Studenten zu Sonderkonditionen. Es ist zu erwarten, dass in den nächsten Jahren auch in Deutschland die Banken entsprechende Studienfinanzierungsprogramme auflegen werden, sollten auch hier zu Lande Studiengebühren eingeführt werden.

Mit in die Kalkulation einbezogen werden sollte auch der Umstand, dass Weiterbildung, also auch die Kosten für eine Teilnahme an einem MBA-Programm, steuerlich absetzbar sind.

Letztlich ist es wichtig, die Ausgaben für einen MBA nicht als Kosten, sondern als Investitionen zu brachten. Und hier gilt es dann ganz "betriebswirtschaftlich", den Return on Investment zu betrachten, also den zu erwartenden Gehaltssprung in das Verhältnis zu den Ausgaben zu setzen.

Eine Milchmädchenrechnung wäre, ein scheinbar sehr kostengünstigen MBA-Programm zu wählen, weil man die hohen Kosten scheut. Alle Erfahrungen zeigen, dass sich gerade die vermeintlich exorbitant teuren Programme an den führenden Schulen in Europa und den USA über den Gehaltssprung relativ schnell rentieren. Wer einen "billigen", vielleicht sogar zweifelhaften MBA wählt, nur um einen MBA "zu haben", bleibt dann leicht auf den Kosten sitzen, weil der Abschluss auf dem Arbeitsmarkt wertlos ist.

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