Insead-Chef
MBA-Programme differenziert globalisieren

Eine differenziertere Ausrichtung an den Herausforderungen globaler Märkte hat Insead-Chef J. Frank Brown von Business Schools gefordert.

Im Newsweek-Interview betont der ehemalige PriceWaterhouseCoopers-Berater, dass MBA-Programme über die üblichen Klischees der Globalisierung hinaus gehen und ein reales Verständnis für lokale Märkte entwickeln müssten.

"Wie oft schickt eine westliche Firma einen leitenden Angestellten nach China, der die Einheimischen in ihrer eigenen Sprache grüßen kann?", so Brown.

Auch in punkto Nachhaltigkeit sieht der US-Amerikaner Handlungsbedarf. "In den USA gibt es eine Reihe von Unternehmen, die sich nicht mehr dem Diktat der Quartalszahlen unterwerfen wollen", so seine Beobachtung. "Es ist schwierig, nachhaltig zu arbeiten, wenn man alle drei Monate nur darauf achten muss, was die Börse über die Firma denkt. Analysten sollten da vielleicht auch einmal über neue Maßstäbe nachdenken."

Europäischen Unternehmen macht er - mit Abstrichen - Mut: "Firmen, die Grenzen überwinden, können im 21. Jahrhundert sehr wettbewerbsfähig sein", so sein Credo. "Wer sich jedoch nur als deutsche oder als französische Firma betrachtet, wird Probleme bekommen."

An dieser Stelle will er ein allgemeines europäisches Problem ausgemacht haben: "Europa hat vielleicht eine gemeinsame Währung, gleichzeitig streiten aber Spanien und Frankreich über Cross Border-Fusionen." Der Hoffungsschimmer: "Als die europäische Verfassung abgelehnt wurde, waren die meisten jungen Europäer aufgebracht. Ein gutes Zeichen."

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